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„News“ (Österreich), November 2017

Ein außerordentlicher Autor ist der Vergessenheit zu entreißen: Jakob Haringer, geboren 1898 in Dresden, gestorben 1948 in Zürich, war Grenzgänger zwischen Wahn und Genie, Kriminalität und politischem Aufbegehren. Als dsie Nazis in Deutschland die Macht übernahmen, ging er in den Widerstand, entkam ins Salzbugische und floh dann in die Schweiz, wo er vergessen und in prekären Umständen, einem Herzinfarkt erlag. Der nun aufgelegte Auswahlband ist eine Großtat: Rasende Schmähkanonaden stehen sublime, zart gewobene Gedichte auf Salzburg und Hellbrunn gegenüber. EIne lange Ode auf Wien ist von überwältigender Traurigkeit, und die Geschichte des Selbstmords einer Magd rührt zu Tränen.


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