Lebenswege und Biografien

Wer gegen den Strom schwimmt, vermag das Interesse anderer auf sich zu ziehen. In den vorliegenden (und noch unveröffentlichten und geplanten) Interviews dreht es sich nicht um HeldInnen, die durch herausragende Wettkampfleistungen und große Taten glänzen oder um Personen, die im Mittelpunkt eines Medienspektakels stehen. Es geht um Menschen, die ihre widerspenstigen Gedanken und spontane Un-bekümmertheit in die Tat umsetzen, die Alternativen praktizieren und um Menschen, die handeln, um Missstände abzustellen. Die mit diesem Büchlein vorliegenden Interviews sind ein Anfang. Stoßen sie bei den LeserInnen auf ein breites Interesse, wird es in lockerer Folge weitere Interviewveröffentlichungen geben. Es handelt sich hier also um ein offenes Projekt, in dem Menschen über ihre eigenwilligen Lebenswege berichten können, sofern sie nicht von rassistischen und kriegerischen Leitbildern geprägt sind.

Die Interviews bieten eine Gelegenheit, den Blick auf konkret handelnde Personen zu richten, die die klischeehafte Verallgemeinerung wie „WählerIn“, „BürgerIn“, „VerbraucherIn“, „ArbeiterIn“, „ProduzentIn“ und so fort nicht mehr gelten lassen. Hinter den wirtschaftlichen Existenzzwängen, in denen die gesellschaftliche Gleichförmigkeit im Alltag ihre Normen ausdrückt, lauert die Frage: Ist das alles, was das Leben zu bieten hat? Die Frage kennzeichnet den Mainstream: Das Leben wird als etwas ausgedrückt, das es wie einen Konsumgegenstand zu besitzen gilt, damit es das Bedürfnis befriedigt, etwas zu bieten.

Menschen, die selbst leben, was sie sich bieten wollen, wirken interessant, weil sie das Naheliegende betreiben, das scheinbar so schwer zu machen ist. Darin liegt eine gewisse Spannung. Das Naheliegende bedeutet, bei sich selbst sein oder selbst sein. Das nahe liegende Selbstsein ist für viele Menschen in weite Ferne gerückt. Mensch ist sich selbst fremd, weil ihm das Leben als Zwang und Ablenkung begegnet. Was fordert der Zwang, was bietet die Ablenkung?

Menschen, denen es gelingt, sich solcher Entfremdung ein Stück weit zu entziehen, wecken die Neugier, wie sie das schaffen. Sind sie zufriedener als Menschen, die es verinnerlicht haben, sich Zwängen ständig zu beugen? Aus welchem Holz sind Menschen geschnitzt, die sich beharrlich widersetzen, ihre Neigungen, Bedürfnisse und Werte den vorgegebenen Bahnen gesellschaftlicher Gleichförmigkeit zu opfern? Ist ihr Verhalten Ansporn für andere und verändert es die allgemeine Alltagskultur oder bleibt es isoliert in randständigen Milieus?

Welche emanzipativen Potenziale bieten diese Lebenswege und wo werden ihnen durch die herrschenden Zwangsverhältnisse Grenzen gesetzt?
Antwort auf diese Fragen zu finden ist Zweck der von uns geplanten Reihe von biografischen Befragungen. Sie hat den Titel „Lebenswege gegen den Strom“.

Wer gegen den Strom schwimmt, vermag das Interesse anderer auf sich zu ziehen. In den vorliegenden (und noch unveröffentlichten und geplanten) Interviews dreht es sich nicht um HeldInnen, die durch herausragende Wettkampfleistungen und große Taten glänzen oder um Personen, die im Mittelpunkt eines Medienspektakels stehen. Es geht um Menschen, die ihre widerspenstigen Gedanken und spontane Un-bekümmertheit in die Tat umsetzen, die Alternativen praktizieren und um Menschen, die handeln, um Missstände abzustellen. Die mit diesem Büchlein vorliegenden Interviews sind ein Anfang. Stoßen sie bei den LeserInnen auf ein breites Interesse, wird es in lockerer Folge weitere Interviewveröffentlichungen geben. Es handelt sich hier also um ein offenes Projekt, in dem Menschen über ihre eigenwilligen Lebenswege berichten können, sofern sie nicht von rassistischen und kriegerischen Leitbildern geprägt sind.

Die Interviews bieten eine Gelegenheit, den Blick auf konkret handelnde Personen zu richten, die die klischeehafte Verallgemeinerung wie „WählerIn“, „BürgerIn“, „VerbraucherIn“, „ArbeiterIn“, „ProduzentIn“ und so fort nicht mehr gelten lassen. Hinter den wirtschaftlichen Existenzzwängen, in denen die gesellschaftliche Gleichförmigkeit im Alltag ihre Normen ausdrückt, lauert die Frage: Ist das alles, was das Leben zu bieten hat? Die Frage kennzeichnet den Mainstream: Das Leben wird als etwas ausgedrückt, das es wie einen Konsumgegenstand zu besitzen gilt, damit es das Bedürfnis befriedigt, etwas zu bieten.

Menschen, die selbst leben, was sie sich bieten wollen, wirken interessant, weil sie das Naheliegende betreiben, das scheinbar so schwer zu machen ist. Darin liegt eine gewisse Spannung. Das Naheliegende bedeutet, bei sich selbst sein oder selbst sein. Das nahe liegende Selbstsein ist für viele Menschen in weite Ferne gerückt. Mensch ist sich selbst fremd, weil ihm das Leben als Zwang und Ablenkung begegnet. Was fordert der Zwang, was bietet die Ablenkung?

Menschen, denen es gelingt, sich solcher Entfremdung ein Stück weit zu entziehen, wecken die Neugier, wie sie das schaffen. Sind sie zufriedener als Menschen, die es verinnerlicht haben, sich Zwängen ständig zu beugen? Aus welchem Holz sind Menschen geschnitzt, die sich beharrlich widersetzen, ihre Neigungen, Bedürfnisse und Werte den vorgegebenen Bahnen gesellschaftlicher Gleichförmigkeit zu opfern? Ist ihr Verhalten Ansporn für andere und verändert es die allgemeine Alltagskultur oder bleibt es isoliert in randständigen Milieus?

Welche emanzipativen Potenziale bieten diese Lebenswege und wo werden ihnen durch die herrschenden Zwangsverhältnisse Grenzen gesetzt?
Antwort auf diese Fragen zu finden ist Zweck der von uns geplanten Reihe von biografischen Befragungen. Sie hat den Titel „Lebenswege gegen den Strom“.

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Lebenswege gegen den Strom, Band 1: „Du musst selber entscheiden“

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