Konkrete Utopien als Lernprozess

Die 68er-Revolte war die letzte Hochzeit gesellschaftlicher Utopien. Fast alle Strömungen der damaligen Linken hatten Ziele und Strategien, die über den real existierenden Kapitalismus hinausführen sollten. Doch das Scheitern des sog. Realsozialismus als vermeintlich real existierender Alternative schien diese Utopien aus den Köpfen vertrieben zu haben. Statt der Suche nach neuen nichtkapitalistischen Vergesellschaftungsmodellen machte sich ein „Modernisierungsdiskurs“ breit, der den Kapitalismus als unveränderbare Basis gesellschaftlicher Entwicklung akzeptiert.

Angesichts der aktuellen Entwicklung des neoliberalen Kapitalismus, den immer mehr Menschen nicht als persönliche Entwicklungschance sondern als Armutsfalle erleben, wächst jedoch auch das Interesse, alte Fragen wieder neu aufzuwerfen, um so zu Antworten zu kommen, die aus der Vergangenheit Lehren ziehen.

Gegen eine neu aufkommende Attraktivität autoritärer „Lösungen“ möchten wir in der Rubrik „Konkrete Utopien“ Beiträge über die Streitfrage veröffentlichen, wie emanzipative „Wege aus dem Kapitalismus“ vorstellbar sind.

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Eine sozialistische Fantasie ist geblieben

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