Medienkritik zu "Kritik und Hoffnung"

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“kultuRRevolution” No 77/78 – 2020

Der »lange Marsch« eines ›altachtundsechziger‹ Intellektuellen

Bodo Zeuners 706 Seiten umfassende Sammlung exemplarischer »politischer und politikwissenschaftlicher Texte aus 50 Jahren« dokumentiert den ebenso exemplarischen – sowohl theoretischen wie praktischen – »langen Marsch« eines ›altachtundsechziger‹ Intellektuellen 1. Exemplarisch, weil der Autor als Assistent und später Professor an dem berühmten »OSI«, dem Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin, institutionell in einem Auge des Taifuns »Achtundsechzig« wirkte – aber auch, weil seine Entwicklung vom loyalen Sozialliberalen zum Radikaldemokraten und marxistisch inspirierten unabhängigen Linkssozialisten durch und nach 68 typisch für einen wichtigen Sektor der »Achtundsechziger« ist.

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„Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung“ vom 1. März 2020

“Kritik, so stellt Zeuner klar, muss nicht per se konstruktiv sein, denn wenn sie verändern und bewegen will, muss sie im positiven Sinne destruktiv sein können.”

Es ist eher ungewöhnlich, dass ein Wisenschaftler oder eine Politikerin einen „Vor-Nachlass“ publiziert und es nicht ausschließlich der Nachwelt überlässt, den Nachlass zu ordnen und zu bewerten. So strukturiert er/sie, in diesem Fall Bodo Zeuner, das Gedenken und das materielle und geistige Erbe des Schaffens vor und legt fest, was ihm oder ihr persönlich besonders wichtig ist.  Bodo Zeuner, das Urgestein des Otto-Suhr-Instituts (OSI) für Politikwissenschaften an der FU Berlin, geht diesen Weg mit seinem opulenten Sammelwerk „Kritik und Hoffnung“, das im Mai 2019 bei „Die Buchmacherei“ in Berlin erschienen ist.

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