{"id":237,"date":"2015-03-18T18:32:05","date_gmt":"2015-03-18T17:32:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.diebuchmacherei.dev\/?p=237"},"modified":"2025-09-24T12:25:57","modified_gmt":"2025-09-24T10:25:57","slug":"trend-online-56-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/2015\/03\/18\/trend-online-56-2012\/","title":{"rendered":"&#8220;Trend-online&#8221; 5\/6 2012"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wir sind die Guten: Mit dem Schei\u00df haben wir nichts zu tun<\/strong><\/p>\n<p><strong>Rezension zum Buch \u201eAnarchismus, Marxismus, Emanzipation\u201c \u00a0und warum der Anarchismus hier gegenw\u00e4rtig so schwach ist.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Buchmacherei\u201c hat wieder ein interessantes Buch herausgebracht. Der Text auf dem Buchcover verspricht Spannung. \u201eDie Geschichte der letzten hundertf\u00fcnfzig Jahre l\u00e4sst sich von keiner der verschiedenen sozialistischen Bewegungen als Erfolgsgeschichte reklamieren: Sozialdemokratisch- reformistische Versumpfung im Bestehenden, zumeist nur kurzfristig gelungene anarchistische Aufbr\u00fcche und schlie\u00dflich- alles \u00fcberschattend- massenhafte Gewalt im so genannten Realsozialismus. Es gilt, sich dieser Vergangenheit zu stellen, um f\u00fcr m\u00f6gliche Gefahren sozialistischer Politik zu sensibilisieren und alte innersozialistische Konflikte und deren m\u00f6gliche Aktualit\u00e4t zu beleuchten und zu verhandeln. In ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4chen diskutiert Philippe Kellermann deshalb mit Bini Adamczak, Jochen Gester, Joachim Hirsch, Gerhard Hanloser und Hendrik Wallat \u00fcber Anarchismus, Marxismus, Emanzipation.\u201c<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<strong>\u201eEs l\u00e4sst sich leider nie wieder so unschuldig von einer besseren Welt tr\u00e4umen wie im 19. Jahrhundert.\u201c<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote1sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1<\/a><br \/>\nBini Adamczak fragt sich, \u201ewelcher Umgang mit den tats\u00e4chlich begangenen Wegen gefunden werden kann[&#8230;] Die Frage, die sich stellt, lautet also, wie der Versuch einer welthistorischen Befreiung in grausame Herrschaft umschlagen konnte.\u201c.<a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote2sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2<\/a> Es gebe keine Identit\u00e4t von Bolschewismus und Revolution sowie Bolschewismus und Kommunismus. Beide Behauptungen nutzten den autorit\u00e4ren KommunistInnen zur Vereinnahmung von Revolution und Kommunismus, und den autorit\u00e4ren AntikommunistInnen zu deren Denunziation. Die Linken glaubten, sie seien die Guten. Die Welt sah zwar nicht so aus, wie sie sich das vorstellten, aber das lag \u201ean der \u00dcbermacht und Hinterh\u00e4ltigkeit des Gegners oder an der ideologischen Ignoranz der Massen\u201c. <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote3sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">3<\/a> In Zeiten des Kalten Krieges bestand die Gefahr darin, dass \u201edie Kritik am real existierenden Sozialismus st\u00e4ndig [&#8230;]als Parteinahme auf Seiten des real existierenden Kapitalismus gelesen\u201c<a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote4sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> 4<\/a> wurde. Viele antworteten darauf mit Ignoranz, \u201emit dem Schei\u00df, so hie\u00df es, haben wir nichts zu tun.\u201c<a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote5sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">5<\/a><\/p>\n<p>Heute ginge es darum, Verantwortung f\u00fcr die Russische Revolution und das Scheitern zu \u00fcbernehmen, da das Copyright der machtpolitisch legitimierten ErbInnen 1990ff. erloschen sei. Auch von Positionen au\u00dferhalb der marxistisch- leninistischen Tradition k\u00f6nne diese Verantwortung \u00fcbernommen werden. Es ginge darum, \u201edas Erbe jener linken KritikerInnen des Stalinismus und auch Bolschewismus zu retten, die von der gewaltsamen Geschichte an den Rand und den Rand des Vergessens gedr\u00e4ngt wurden[&#8230;] und andererseits der Versuchung zu widerstehen, im R\u00fcckgriff auf eine bessere Tradition eben diese Geschichte vergessen machen zu wollen\u201c, so Bini Adamczak. <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote6sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">6<\/a> Eine Differenz zwischen AnarchistInnen und KommunistInnen w\u00fcrden zerfallen, wenn die KommunistInnen \u201edie historische Verantwortung annehmen und aus dieser heraus eine radikale Kritik des autoritativen, parteizentrierten, produktivkraftfixierten, staatsorganisierten Weges leisten.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote7sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">7<br \/>\n<\/a><br \/>\n<strong>\u201eEs g\u00e4be durchaus Chancen f\u00fcr eine Renaissance libert\u00e4ren Gedankenguts.\u201c <\/strong><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote8sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">8<\/a><br \/>\nJochen Gester macht f\u00fcr die Unkenntnis revolution\u00e4rer Traditionen au\u00dferhalb des marxistischen Gedankenguts die politische Sozialisation des gr\u00f6\u00dften Teils der Linken verantwortlich. Die Chance, Libert\u00e4re zu treffen, sei gering. Oftmals seien diese jung und interessierten sich nicht f\u00fcr die Entwicklung kollektiven Widerstands gegen die Zw\u00e4nge der Arbeitswelt. (Anmerkung: Oder sie sind bereits in der FAU organisiert.) Philippe Kellermann sprach von einem \u201echronischen Leiden\u201c der AnarchistInnen, die h\u00e4ufige \u201eAblehnung jeglicher Form von Organisation[&#8230;]Der &#8216;anarchistische Weg&#8217; scheint jedenfalls ein sehr schwieriges Unterfangen zu sein.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote9sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">9<\/a> Dem entgegnete Jochen Gester, dass allgemein die Bereitschaft sinke, sich in die Obhut politischer Organisationen zu begegnen. Damit sinke die Berechenbarkeit der Bewegungen.<\/p>\n<p>Es m\u00fcsse sich eine neue Kollektivit\u00e4t herausbilden, aber: \u201eDiese Kollektivit\u00e4t kann nicht erzwungen sein wie der Dienst in einer Armee. Sie kann sich nur freiwillig herausbilden, versuchen, in m\u00fchseligen Anstrengungen einen Konsens \u00fcber gemeinsame Interessen herzustellen, zu Einheit bei Wahrung der Vielfalt zu gelangen.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote10sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10<\/a> Ohne Organisation gebe es keinen Erfolg und keine weiterreichenden Perspektiven, so Jochen Gester.<\/p>\n<p>Als fr\u00fcherer Maoist vertrat er den Standpunkt, \u201ees g\u00e4be Kraft Erkenntnis eine Avantgarde, die bereits wei\u00df, wohin die Reise gehen muss und was f\u00fcr die Anderen gut ist.\u201c<a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote11sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">11<\/a> Als libert\u00e4rer Sozialist komme es darauf an, \u201edass die Menschen beginnen selbst\u00e4ndig zu denken und zu handeln und ihre eigenen Schl\u00fcsse ziehen\u201c. <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote12sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">12<\/a> Die pr\u00e4gende Normalit\u00e4t sei aber, dass die Menschen in hierarchischen und entfremdeten Verh\u00e4ltnissen stehen. \u201eSo betrachtet sind wir mit Verh\u00e4ltnissen konfrontiert, in denen eine dauerhafte politische Aktivit\u00e4t nur Sache von Minderheiten ist und die Mehrheit damit, dass sie vertreten wird, kein grunds\u00e4tzliches Problem hat.\u201c, sagt Jochen Gester. <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote13sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">13<\/a> Es ginge aber darum selbstorganisierte Strukturen zu entwickeln. Neue Formen arbeitsweltbezogener direkter (R\u00e4te-) Demokratie seien unverzichtbar f\u00fcr eine demokratische Selbstverwaltung und die reale Inbesitznahme der Produktionsmittel.<\/p>\n<p><strong>\u201eDer klassische Anarchismus bleibt doch zu sehr Kind des 19. Jahrhunderts\u201c- \u201eer bleibt jedoch Ideologie\u201c<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote14sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">14<\/a><br \/>\nGerhard Hanloser sagt: \u201e Nichtsdestotrotz findet sich ab Mitte des 20. Jahrhunderts viel Anarchistisches als bastardisierte, hybride Theorie und Praxis, als mal deutlichere mal verstecktere Spurenelemente im Marxismus oder auch im postmodernen Denken wider. F\u00fcr mich ist Anarchismus dann noch von Interesse, wenn er sich f\u00fcr Kategorien wie Ausbeutung, Klassenkampf und soziale Bewegungen interessiert und darin zum Ausdruck kommt.Als reine Theorie [\u2026] interessiert mich der Anarchismus nicht.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote15sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">15<\/a><\/p>\n<p>Auch der Marxismus stelle eine Ideologie dar. Ob eine Arbeiterklassenideologie, Modernisierungsideologie oder eine Selbstlegitimierung der realsozialistischen L\u00e4nder. Marx sei auch ein Ideologe und sogar Demagoge gewesen. Allerdings: \u201eMarx hat als Kritiker der kapitalistischen Gesellschaft eine enorme Bedeutung.[&#8230;] Ich finde selbst dort, wo man geneigt ist, Marx zu verabschieden oder als ideologisch abzukanzeln, g\u00fcltige Beschreibungen des Kapitalismus.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote16sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">16<\/a><\/p>\n<p>Wer allerdings zu sehr dem Produktivit\u00e4tsparadigmas verhaftet sei, begreife den \u201eSpirit\u201c nicht, der in den globalen Zeltst\u00e4dten von Kairo, \u00fcber Madrid, Tel Aviv bis zum Zuccotti Park zu sp\u00fcren sei. \u201eDie neuen Zeltplatz- Bewegungen haben der Anpassungsbereitschaft und dem Zynismus die rote Karte gezeigt. Das Postideologische als neueste Stufe der Ideologie grassiert dagegen. Hier steht ein Lernprozess noch aus: von &#8216;Wir sind 99%&#8217; zu &#8216;Wir sind alle Proletarisierte&#8217;- dann wird auch klar, dass die Nicht- Proletarisierten und ihre F\u00fcrsprecher mehr sind als nur 1 %. [\u2026] Es ist allein die face-to-face- Verbindung, die Vernetzung, Verkn\u00fcpfung und Beziehung von Aufbrechenden, die etwas Neues schafft. [\u2026] Zu guter Letzt: k\u00f6nnen die Linken, die allzu gerne Erzieher sein wollen ohne die Frage &#8216;Wer erzieht die Erzieher?&#8217; tats\u00e4chlich an sich ran zu lassen, das verlernen, was sie in ihren Gruppen, Organisationen und Parteien gelernt haben: das Manipulieren und Abt\u00f6ten dessen, was ich hilflos &#8216;Spirit&#8217; nenne, die Hybris, die Verstellung, das konkurrenzbehaftete racket- Verhalten. Sollte das gelingen, haben wir eine Chance.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote17sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">17<br \/>\n<\/a><br \/>\n<strong>Die Niederlagen sind \u201eauf die Staatszentriertheit sowohl der reformistischen als auch revolution\u00e4ren Ans\u00e4tze zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote18sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">18<\/a><br \/>\nJoachim Hirsch spricht davon, was vom Anarchismus zu lernen w\u00e4re: \u201e[&#8230;] dass soziale Emanzipation nicht von Avantgarden, Parteien und Staaten ausgehen kann, sondern eine unmittelbare Angelegenheit der Menschen sein muss, dass Freiheit nicht durch Zwang hergestellt werden kann und dass dies bestimmter Formen gesellschaftlicher Praxis bedarf. Auch angesichts der Tatsache, dass die theoretischen Rechtfertigungen des Staatssozialismus, die in der marxistischen Tradition eine verh\u00e4ngnisvolle Rolle gespielt haben, inzwischen der Vergangenheit angeh\u00f6ren, bleibt das wichtig. Staatsfixierung und Staatsfetischismus spielen bis heute in sozialen Bewegungen, linken Gruppierungen und vor allem Parteien eine gro\u00dfe Rolle.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote19sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">19<\/a><\/p>\n<p>Dabei war das Ziel bei Marx nicht die Verstaatlichung der Gesellschaft, sondern das Absterben des Staates als Voraussetzung gelungener Vergesellschaftung. \u201eDer Mainstream der politischen Linken tickt anders. Hier ist der Staat zentraler Adressat und Akteur f\u00fcr eine linke Politik.\u201c, so Jochen Gester. Aber es ginge nicht darum, den Staat zu ignorieren oder ihn nur zu bek\u00e4mpfen, sondern ihn als politischen Raum zu begreifen, \u201e[&#8230;]in dem soziale Bewegungen auch immer wieder anstreben m\u00fcssen Ergebnisse ihrer K\u00e4mpfe in rechtlicher Form abzusichern. Nur durch die massenhaft nachvollzogene Erfahrung, dass dies nicht, nur teilweise und nur vor\u00fcbergehend m\u00f6glich ist, entsteht die notwendige Delegitimierung des kapitalistischen Staates als Vertreter des Allgemeinwohls.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote20sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">20<\/a><\/p>\n<p>Joachim Hirsch ist gegen eine D\u00e4monisierung des Staates, denn der sei integraler Bestandteil des kapitalistischen Produktionsverh\u00e4ltnisses. \u201eDamit ist er eine Organisation, in der nicht zuletzt auch die Widerspr\u00fcche zum Ausdruck kommen, die f\u00fcr die kapitalistische Gesellschaft charakteristisch sind. Und an Widerspr\u00fcchen muss man bekanntlich ansetzen, wenn man etwas ver\u00e4ndern will.[&#8230;] Es d\u00fcrfte auch kaum m\u00f6glich sein, den bestehenden Staatsapparat zu zerschlagen und dann irgendwie eine ganz neue, wirkliche demokratische politische Organisationsform zu schaffen. Ohne eine zentrale Apparatur kann eine Gesellschaft n\u00e4mlich weder frei noch demokratisch sein. Auch auf dieser Ebene wird man also mit langwierigen und schwierigen Transformationsprozessen zu rechnen haben.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote21sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">21<\/a> Joachim Hirsch pl\u00e4diert f\u00fcr \u201ezivilgesellschaftliche Initiativen und Bewegungen, also Formen der Selbstorganisation\u201c, \u201eim Prozess gesellschaftlicher Ver\u00e4nderungen (muss) die Zivilgesellschaft selbst transformiert werden.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote22sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">22<\/a><\/p>\n<p>Meines Erachtens kann in die heutige Zivilgesellschaft, z.B. die NGO`s, wenig Hoffnung gesetzt werden. Oftmals h\u00e4ngen diese Institutionen am staatlichen Tropf und zeichnen sich daher durch Anpassungsbereitschaft aus. Joachim Hirsch pl\u00e4diert auch f\u00fcr einen \u201eradikalen Reformismus\u201c, \u201ewas hei\u00dft, konkrete Lebens- und Vergesellschaftsweisen neu zu gestalten: Verkehrs- und Produktionsformen, politische Organisationsweisen, Geschlechterverh\u00e4ltnisse, Naturverh\u00e4ltnisse. Das ist etwas, was sich gegen die herrschenden sozialen Formen- unter anderem den Staat- richtet und ein schwieriger, konfliktreicher, langwieriger und oft schmerzhafter Prozess ist. Dieser kann nicht von oben dekretiert werden, wie die gescheiterten proletarischen Revolutionen zeigen, sondern muss von selbstorganisierten gesellschaftlichen Initiativen ausgehen. Gelingt das, dann ver\u00e4ndern sich die sozialen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse und damit auch die Staatsapparate.\u201c<a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote23sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> 23<\/a><\/p>\n<p>Auch dies ist meines Erachtens sehr optimistisch. Wer selbst in Bewegungen aktiv ist, wei\u00df wie schwierig Selbstorganisationsprozesse sind, zumal wenn sie sich im Rahmen von Ehrenamtlichkeit bewegen und die Akteure sich auch noch um ihre Existenzgrundlage in Zeiten der Prekarisierung zu k\u00fcmmern haben. Zudem fehlt oftmals die gesellschaftliche Anerkennung. Aus dem Elfenbeinturm eines Professors bzw. Beamtenpension\u00e4rs m\u00f6gen \u201eSelbstorganisierungsprozesse der Subalternen\u201c idyllisch anmuten, die schlie\u00dflich den \u201eStaatsapparat ver\u00e4ndern\u201c&#8230;Joachim Hirsch: \u201eKurzum: der Weg zur sozialen Emanzipation ist schwieriger und steiniger, als viele sich als revolution\u00e4r verstehende Vorstellungen das gesehen haben.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote24sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">24<\/a><\/p>\n<p><strong>\u201eIm Gegensatz zur historischen Arbeiterbewegung fehlt uns heute komplett die Erfahrung revolution\u00e4rer Praxis.\u201c<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote25sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">25<\/a><br \/>\nHendrik Wallat empfindet das sogenannte Bilderverbot als durchaus ambivalent: \u201e[&#8230;] einerseits ist es nicht m\u00f6glich, eine zuk\u00fcnftige Freiheit aus dem Stande der Unfreiheit heraus zu entwerfen; die offene Zukunft autorit\u00e4r zu schlie\u00dfen und ihre nicht endg\u00fcltige bestimmbare Differenz zur Gegenwart negieren. Andererseits ist der-\/diejenige, der\/die die Wirklichkeit in Grund und Boden kritisiert, auch in einer Bringschuld. Wenn man sich das Elend und das Scheitern des real- existierenden Sozialismus anguckt, muss sich eine anti-kapitalistische Linke die Frage gefallen lassen, ob man mittlerweile was Besseres im Angebot hat. Hierzu reicht es eben nicht aus, immer nur darauf zu verweisen, wie es nicht gehen soll. Dies sind, wie ich finde, sehr wichtige, aber auch sehr schwierige Fragen, die allerdings nicht vom Schreibtisch aus zu beantworten sind. Es sind dies eigentlich Aufgaben einer kollektiven Praxis, die freilich theoretisch antizipierbar sind und diskutiert werden m\u00fcssen- was ja Teil der Praxis w\u00e4re, auf deren revolution\u00e4re Gestalt in einem gesamtgesellschaftlichen relevanten Ma\u00dfstab ich jedoch nicht gerade wetten w\u00fcrde.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote26sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">26<br \/>\n<\/a><br \/>\n<strong>\u201eScholastische Debatten\u201c<\/strong><br \/>\nDas Buch liest sich sehr fl\u00fcssig. Und es ist spannend. Allerdings ging mir zum Teil die \u201ePrahlerei mit historischem Wissen\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote27sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">27<\/a> ziemlich auf die Nerven. Der Bildungskanon einiger m\u00e4nnlicher, wei\u00dfer Intellektueller wurde \u00fcberdeutlich, ohne dass die eigene privilegierte Stellung reflektiert wurde. So kommen die weltweit Marginalisierten, reale soziale K\u00e4mpfe und weltweite Bewegungen in dem Buch zu wenig vor. Das ist schade, da der Interviewer Philippe Kellermann, der oftmals viel zu langatmig war, sich wundert, warum der Anarchismus so marginalisiert ist. Der Anarchismus war mal eine Bewegung, die in relevanten Bev\u00f6lkerungsgruppen verwurzelt war, eine Bewegung, die das Leben war. Und nicht nur Theorie. Jochen Gester, der soziale K\u00e4mpfe f\u00fchrt, wei\u00df da eine Antwort: \u201eDie Geschichte zeigt aber auch, dass sich solche Chancen (Anm.: \u201eChancen f\u00fcr eine Renaissance libert\u00e4ren Gedankenguts\u201c) verspielen lassen, z.B. durch scholastische Debatten, bei denen es weniger um die konkrete Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der dem Lohnsystem unterworfenen Menschen geht, als vielmehr um das Renomee und die Stellung der den Diskurs oder den Verband steuernden Intellektuellen.\u201c. <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote28sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">28<\/a> Die linksintellektuellen Gegen- Eliten w\u00fcrden die Verh\u00e4ltnisse reproduzieren und sich \u201ein ihrer intellektuellen Belesenheit und dem Verk\u00fcnden abstrakter alternativer Lehrs\u00e4tze\u201c gen\u00fcgen. <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote29sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">29<\/a><\/p>\n<p>Gerhard Hanloser hat mit dem Gerede vom \u201eorganischen Intellektuellen\u201c Probleme: \u201eHeutzutage dient diese Rede vom &#8216;organischen Intellektuellen&#8217; nur noch dazu irgendwo als Organizer in der Gewerkschaft oder als Anh\u00e4ngsel der Partei \u201eDie Linke\u201c Platz nehmen zu d\u00fcrfen. [\u2026] Ich w\u00fcrde vorschlagen, jeden, der mit dem Gramscischen &#8216;organischen Intellektuellen&#8217; um die Ecke kommt, schlicht nach dem Arbeitgeber zu fragen.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote30sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">30<\/a><\/p>\n<p>Die Rolle des Intellektuellen in einer zunehmend prekarisierten Gesellschaft ist allerdings ein anderes Thema. Und nichts gegen Intellektuelle, aber wie sagte Hannah Arendt: Intellektuelle m\u00fc\u00dften die \u201eZertr\u00fcmmerer\u201c und \u201eEinrei\u00dfer\u201c sein. Ihr Fragen rei\u00dft alle vermeintlich sicheren Gedankenger\u00fcste wieder ein. Sie haben die Rolle des \u201eDagegen-Seins\u201c \u00fcbernommen und halten damit den Proze\u00df des Nachdenkens in Gang.<\/p>\n<p><strong>Und warum spielt der Anarchismus keine Rolle?<\/strong><br \/>\nImmer wieder fragt der Interviewer Philippe Kellermann nach, warum der Anarchismus keine Rolle spielen w\u00fcrde. Immer wieder verweist er auf anarchistische Theorie. Auch in dem Buch \u201e Begegnungen feindlicher Br\u00fcder\u201c, dessen Herausgeber er ist, beklagt er diesen Zustand: \u201eWar in den 1960er Jahren der Anarchismus zumindestens- wenn auch oft nur als Schlagwort- in den Debatten pr\u00e4sent und damit auch eine gewisse Vorstellung der Geschichte der sozialistischen Bewegung, scheint unsere Gegenwart sich um diese Geschichte nicht mehr allzu viel zu k\u00fcmmern. Vor dem Hintergrund, dass sich viele genuin anarchistische Vorstellungen in den gegenw\u00e4rtigen Bewegungen recht gro\u00dfer Beliebtheit zu erfreuen scheinen, ist dies merkw\u00fcrdig.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote31sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">31<\/a><\/p>\n<p><strong>Hier ein Versuch einer Begr\u00fcndung, mit Zitaten von Gabriel Kuhn.<\/strong><br \/>\nGabriel Kuhn verweist dagegen in dem Buch \u201eVielfalt, Bewegung, Widerstand\u201c darauf, dass die anarchistische Bewegung international eine St\u00e4rke erreicht hat, \u201edie ihr seit dem fr\u00fchen 20. Jahrhundert nicht mehr zugekommen ist.\u201c Allerdings sei diese Bewegung m\u00e4nnlich, wei\u00df und in der Mittelklasse der fortgeschrittenen Industriel\u00e4nder verankert. Damit spiegele sie Machtverh\u00e4ltnisse wider, die sie zu bek\u00e4mpfen beanspruche.<\/p>\n<p>\u201eWas die m\u00e4nnliche und wei\u00dfe Dominanz der Szene betrifft, so l\u00e4sst sich auf aussagekr\u00e4ftige Quellen verweisen: etwa die Autorenverzeichnisse anarchistischer Anthologien oder die RednerInnenlisten anarchistischer Veranstaltungen; die Zusammensetzung anarchistischer Verlags- bzw. Zeitschriftenkollektive; die Personen, die innerhalb anarchistischer Projekte und Organisationen als besonders einflussreich gelten, usw. Pers\u00f6nliche Beobachtungen lassen sich hinzuf\u00fcgen: Ich habe im letzten Jahr rund 40 Veranstaltungen zu anarchistischen Themen im deutschsprachigen Raum gemacht. Der Prozentsatz von M\u00e4nnern, die zu den Veranstaltungen kamen, lag bei etwa 80%. Den Raum, den M\u00e4nner in den Diskussionen einnahmen, bei 95%. Was die Teilnahme von Menschen mit Migrationshintergrund betrifft, so waren die Prozents\u00e4tze noch unausgewogener. In anderen L\u00e4ndern sieht es, wie ich es aus eigener Erfahrung und auf der Basis von Gespr\u00e4chen mit GenossInnen beurteilen kann, kaum anders aus. Die Klassenzugeh\u00f6rigkeit anarchistischer AktivistInnen ist aus verschiedenen Gr\u00fcnden weniger eindeutig, doch ist eine Dominanz des studentischen Mittelklassenmilieus evident.[&#8230;]<\/p>\n<p>Viele Menschen, die in einem herrschaftsfreien Sinne politisch aktiv sind, nehmen nicht deshalb Abstand von der anarchistischen Szene, weil ihnen deren Prinzipien und Ideale nicht geheuer sind, sondern weil sie sich in ihr aus bestimmten Gr\u00fcnden nicht zuhause f\u00fchlen. Manche wollen sich nicht in Schubladen stecken lassen oder mit ideologischen Labels belasten. Dies scheint jedoch nicht der Hauptgrund zu sein. Vielmehr scheint es sich um sozio-kulturelle Differenzen zu handeln, die Distanz schaffen.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote32sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">32<\/a>, so Gabriel Kuhn.<\/p>\n<p>Es ginge darum, die eigene soziale Position zu reflektieren und \u00fcber den Tellerrand der eigenen Szene hinauszuschauen. Die Exklusivit\u00e4t und Uniformit\u00e4t der anarchistischen Szene m\u00fcsse \u00fcberwunden werden: \u201eDas Publikum in anarchistischen Lokalen- Buchl\u00e4den, Cafes etc.- ist in der Regel um vieles homogener als das in x- beliebigen Lokalen der Mehrheitsgesellschaft. F\u00fcr eine Bewegung, die sich unter anderem \u00fcber ihre angebliche \u00dcberwindung b\u00fcrgerlicher Normierung definiert, ist dies kaum r\u00fchmlich- ganz abgesehen davon, dass es ein wesentlicher Grund daf\u00fcr ist, warum sich der Eintritt in die anarchistische Gegenkultur f\u00fcr viele Uneingeweihte so schwierig gestaltet. Auch wenn wir es oft nicht wahrhaben wollen und solche Begrifflichkeiten energisch von uns weisen: es gibt in unserer Szene eine Menge Regeln zu lernen und eine Reihe von Codes zu verstehen. Viele f\u00fchlen sich davon abgeschreckt. Anderen ist der Lernprozess schlicht zu m\u00fchsam. Dass sich etliche Menschen auch auf einem pers\u00f6nlichen Niveau in der anarchistischen Szene nicht willkommen f\u00fchlen, hilft dabei kaum. [&#8230;]Die Bedeutung (auch die politische), die einer sozialen Atmosph\u00e4re zukommt, die einladend, warm und herzlich ist, darf nicht untersch\u00e4tzt werden; zudem ist sie die einzige Atmosph\u00e4re, die unseren Anspr\u00fcchen an eine &#8216;bessere Welt&#8217; gerecht werden kann.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote33sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">33 <\/a>Solange die Anarchisten sich in einem Ghetto bewegen, wird auch der Anarchismus hier bedeutungslos bleiben.<\/p>\n<p>Gabriel Kuhn beschreibt aber noch einen Grund, den Konflikt zwischen klassischem und neuem (Lifestyle-) Anarchismus. Er ist f\u00fcr einen Kompromiss: \u201eKlassische AnarchistInnen akzeptieren, dass die anarchistische Bewegung in den letzten Jahren wesentliche \u00c4nderungen durchgemacht hat; \u00c4nderungen, die notwendigerweise die Art, wie AnarchistInnen wahrgenommen werden, ver\u00e4ndert haben, aber auch das Selbstbild vieler AnarchistInnen. Dar\u00fcber hinaus akzeptieren klassische AnarchistInnen, dass niemand ein Monopol auf die &#8216;richtige&#8217; Definition des Anarchismus hat und das unterschiedliche Auslegungen und historische Wandlungen der Bewegung nur Gutes tun k\u00f6nnen.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote34sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">34<\/a><\/p>\n<p>Meines Erachtens kommt man weder mit dem \u00f6konomischen Reduktionismus der Sozialanarchisten (Hier geht es nur um Arbeitsk\u00e4mpfe&#8230;) oder der \u201ereinen Lehre\u201c der anarchistischen Historiker- Freunde (Bakunin hat gesagt&#8230;) weiter. Aber auch nicht mit einem Lifestyle- Anarchismus, dem es nur um die individuelle Lebensgestaltung geht, und nicht um den Kampf gegen das System. Mit 30 ziehen sich die Lifestyle- Anarchisten dann in ihr Privatleben zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Gabriel Kuhn: \u201eGleichzeitig zeigen Neue AnarchistInnen der anarchistischen Geschichte gegen\u00fcber Respekt und vermeiden, den Anarchismus zu einer blo\u00dfen Modeerscheinung verkommen zu lassen. Sie verpflichten sich dazu, die politischen Inhalte des Begriffs zu verteidigen und nicht allzu leichtfertig mit diesem umzugehen. [\u2026] Dies w\u00e4re nicht zuletzt auch das wirksame Mittel gegen die mediale und kommerzielle Sinnentleerung des Anarchismus, die heute manche f\u00fcrchten\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote35sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">35<\/a><\/p>\n<p>Und Gabriel Kuhn schlie\u00dft: \u201eSolange es uns gelingt, unsere Prinzipien, Ideale und Tr\u00e4ume (wenn auch nur ansatzweise) zu leben, solange ist Anarchie Wirklichkeit.\u201c <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote36sym\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">36<\/a><\/p>\n<p><strong>Anne Seeck<\/strong><\/p>\n<p><strong>Literatur des letzten Kapitels:<\/strong><\/p>\n<p>Philippe Kellermann (HG.): Begegnungen feindlicher Br\u00fcder, Unrast M\u00fcnster Mai 2011<br \/>\nGabriel Kuhn, Vielfalt, Bewegung, Widerstand, Unrast M\u00fcnster August 2009<\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\"><span class=\"text\" lang=\"de\">Anmerkungen<\/span><\/div>\n<div><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\"> 1<\/a>Bini Adamczak, Dekonstruktion von Anarchismus und Kommunismus, In: Philippe Kellermann (Hg.), Anarchismus, Marxismus, Emanzipation, Berlin 2012, S.41 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\"> 2<\/a>Ebd. S. 13f. <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\"> 3<\/a>Ebd. S. 13<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\"> 4<\/a>Ebd. S. 30<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\"> 5<\/a>Ebd. S. 30 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\"> 6<\/a>Ebd. S. 41<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\"> 7<\/a>Ebd. S. 42<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\"> 8<\/a>Jochen Gester, Der schwierige Prozess von Selbstorganisation und Selbsterm\u00e4chtigung, In: Philippe Kellermann (Hg.), Anarchismus, Marxismus, Emanzipation, Berlin 2012, S. 49 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\"> 9<\/a>Ebd. S. <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\"> 10<\/a>Ebd S. 55<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\"> 11<\/a>Ebd. S. 56<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\"> 12<\/a>Ebd. S. 49 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\"> 13<\/a>Ebd. S. 65<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\"> 14<\/a>Gerhard Hanloser, Soziale Befreiung und die Schwierigkeit mit der Notwendigkeit, In: Philippe Kellermann (Hg.), Anarchismus, Marxismus, Emanzipation, Berlin 2012, S. 75<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\"> 15<\/a>Ebd. S. 75 f. <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote16anc\" name=\"sdfootnote16sym\"> 16<\/a>Ebd. S. 80f. <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote17anc\" name=\"sdfootnote17sym\"> 17<\/a>Ebd. S. 88f. <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote18anc\" name=\"sdfootnote18sym\"> 18<\/a>Joachim Hirsch, S. 128 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote19anc\" name=\"sdfootnote19sym\"> 19<\/a>Ebd. S. 126 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote20anc\" name=\"sdfootnote20sym\"> 20<\/a>Ebd. S. 61 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote21anc\" name=\"sdfootnote21sym\"> 21<\/a>Joachim Hirsch, Vereinfachte Emanzipationskonzepte der Vergangenheit hinter sich lassen, In: Philippe Kellermann (Hg.), Anarchismus, Marxismus, Emanzipation, Berlin 2012, S. 124 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote22anc\" name=\"sdfootnote22sym\"> 22<\/a>Ebd. S. 120 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote23anc\" name=\"sdfootnote23sym\"> 23<\/a>Ebd. S. 124 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote24anc\" name=\"sdfootnote24sym\"> 24<\/a>Ebd. S. 125<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote25\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote25anc\" name=\"sdfootnote25sym\"> 25<\/a>Hendrik Wallat, Auf dem Weg zur Freiheit des Nichtidentischen, in: Philippe Kellermann (Hg.), Anarchismus, Marxismus, Emanzipation, Berlin 2012, S. 164<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote26\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote26anc\" name=\"sdfootnote26sym\"> 26<\/a>Ebd. S. 140f. <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote27\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote27anc\" name=\"sdfootnote27sym\"> 27<\/a>Philippe Kellermann, S. 117 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote28\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote28anc\" name=\"sdfootnote28sym\"> 28<\/a>Jochen Gester, Der schwierige Prozess von Selbstorganisation und Selbsterm\u00e4chtigung, In: Philippe Kellermann (Hg.), Anarchismus, Marxismus, Emanzipation, Berlin 2012, S. 49 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote29\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote29anc\" name=\"sdfootnote29sym\"> 29<\/a>Ebd. S. 57 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote30\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote30anc\" name=\"sdfootnote30sym\"> 30<\/a>Gerhard Hanloser, S. 84 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote31\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote31anc\" name=\"sdfootnote31sym\"> 31<\/a>Philippe Kellermann (Hg.), Begegnungen feindlicher Br\u00fcder, M\u00fcnster 2011, S.12<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote32\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote32anc\" name=\"sdfootnote32sym\"> 32<\/a>Gabriel Kuhn, Vielfalt, Bewegung, Widerstand, M\u00fcnster 2009, S.130f. <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote33\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote33anc\" name=\"sdfootnote33sym\"> 33<\/a>Ebd. S. 140 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote34\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote34anc\" name=\"sdfootnote34sym\"> 34<\/a>Ebd. S. 71<\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote35\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote35anc\" name=\"sdfootnote35sym\"> 35<\/a>Ebd. S. 71 <\/span><\/div>\n<div id=\"sdfootnote36\"><span class=\"text\"><a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd5612\/t205612.html#sdfootnote36anc\" name=\"sdfootnote36sym\"> 36<\/a>Ebd. S. 141 <\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind die Guten: Mit dem Schei\u00df haben wir nichts zu tun Rezension zum Buch \u201eAnarchismus, Marxismus, Emanzipation\u201c \u00a0und warum der Anarchismus hier gegenw\u00e4rtig so&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[21,188],"tags":[],"class_list":["post-237","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anarchismus-marxismus-emanzipation","category-medienkritiken"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=237"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7949,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/237\/revisions\/7949"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=237"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=237"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}