{"id":298,"date":"2015-03-19T17:56:02","date_gmt":"2015-03-19T16:56:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.diebuchmacherei.dev\/?p=298"},"modified":"2025-08-28T18:43:33","modified_gmt":"2025-08-28T16:43:33","slug":"grundrisse-nr-43-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/2015\/03\/19\/grundrisse-nr-43-2012\/","title":{"rendered":"Grundrisse Nr. 43 \/ 2012"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8220;als der r\u00e4tegedanke in deutschland seine ersten wurzeln schlug&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>In den fr\u00fchen zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderst\u00a0 im Malik-Verlag (1) bzw. im Eigenverlag erschienen, in den siebziger Jahren von dem kleinen westberliner \u00a0Verlag\u00a0 Olle&amp;Wolter wiederverlegt, nahm sich jetzt die kleine \u201cBuchmacherei\u201d in Berlin dieses vergessenen historischen Textes an und brachte ihn als Neuauflage im Oktober 2011 wieder auf den B\u00fcchermarkt. Damit ist eines der wichtigsten Werke zur deutschen Novemberrevolution 1918, wenn auch nur in bescheidener Auflage, wieder\u00a0 erh\u00e4ltlich. Wichtig vor allem deshalb, weil es von dem \u201cMann hinter der Novemberrevolution\u201d (2) geschrieben worden ist, was auch den besonderen Reiz dieses Buches ausmacht. Der folgende Beitrag ist keine herk\u00f6mmliche Buchbesprechung; aber er beabsichtigt lautstark die Werbetrommel f\u00fcr das Buch zu schlagen. Es wurde von Richard M\u00fcller so geschrieben, als ob er zu diesem Prozess keine pers\u00f6nliche und damit enge Bindung gehabt\u00a0 h\u00e4tte, obwohl er tats\u00e4chlich davon nicht zu trennen ist. Daher soll im folgenden \u00fcber \u201cEine Geschichte der Novemberrevolution\u201d geschrieben werden, indem \u00fcber Richard M\u00fcller und sein n\u00e4chstes politisches Umfeld geschrieben wird.<!--more--><\/p>\n<p>Wer war nun dieser \u201cMann hinter der Novemberrevolution\u201d, der ein mehr als 700 Seiten umfassendes Opus dar\u00fcber hinterlassen hat? \u00a0Richard M\u00fcller war von 1920 bis 1922 Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands.\u00a0 Das hat aber nicht dazu gereicht, dass er in das Biographische Handbuch \u201cDeutsche Kommunisten\u201d von Hermann Weber und Andreas Herbst (3) Aufnahme gefunden h\u00e4tte. In diesem Handbuch sind die Lebensl\u00e4ufe von 1.400 f\u00fchrenden KommunistInnen gesammelt. Richard M\u00fcller sucht man darunter vergebens. Doch bei einem der 1.400, die Aufnahme gefunden haben in die eindrucksvolle Sammlung, finden wirgerade einmal in einem Klammerausdruck den Namen Richard M\u00fcller und erfahren auch, dass er zu den Revolution\u00e4ren Obleuten geh\u00f6rte (4).<br \/>\nDie Revolution\u00e4ren Obleute entstanden\u00a0 vor allem in Berlin als Teil der Opposition im Deutschen Metallarbeiterverband (DMV) gegen die Burgfriedenspolitik der Gewerkschaftsf\u00fchrung w\u00e4hrend des 1. Weltkrieges (1914-1918) aus den Betrieben und Gewerkschaftsversammlungen heraus. Ab 1916 konnte der Vorstand des DMV die Opposition innerhalb der Gewerkschaft nicht mehr \u00a0ignorieren und unterdr\u00fccken, denn auch au\u00dferhalb Berlins entstanden Oppositionsgruppen. Nach der Bildung der USPD 1917 (5) schlossen sich die Revolution\u00e4ren Obleute der USPD an, ohne jedoch ihre politische Selbst\u00e4ndigkeit aufzugeben. Sie bezogen ihre St\u00e4rke aus den Betriebsbelegschaften, aus denen sie hervorgegangen waren, in ihnen waren sie verankert, ihnen alleine waren sie verpflichtet. Durch diese Verankerung in der Basis der ArbeiterInnenklasse gelang es den Obleuten in ihren Aktionen und Losungen die Stimmung und W\u00fcnsche der Massen im Betrieb wiederzugeben. Aus dieser engen Beziehung mit den Betriebsbelegschaften entstanden im Verlauf der revolution\u00e4ren Aueinandersetzung immer wieder Differenzen mit der USPD und\u00a0 der Spartakusgruppe um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die in geringerem Ma\u00dfe mit der ArbeiterInnenschaft verbunden\u00a0 waren als die Obleute.<br \/>\nAusgegangen war die Obleutebewegung von 50 bis 80 Vertrauensleuten von Berliner Gro\u00dfbetrieben. Um diesen Kern bildete sich ein loser Zusammenschluss von Vertrauensleuten aus weiteren Betrieben. In der Zeit um die Novemberrevolution umfasste die Obleutebewegung einige tausend Vertrauensleute. Richard M\u00fcller war einer der zentralen Sprecher der Obleute und er beschreibt den Organisationsaufbau auf Seite 134 seines Buches: \u201cDas Gebilde der Revolution\u00e4ren Obleute, wie es am Vorabend der Revolution bestand, ist nicht als fertiges Produkt dem Geist irgendeines klugen F\u00fchrers entsprungen, sondern entwickelte sich w\u00e4hrend des Krieges aus den sozialen, politischen und milit\u00e4rischen Verh\u00e4ltnissen heraus. Es entstand auf einer organisatorischen Basis, die sich an die Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung anlehnte.\u201d<br \/>\nIn der\u00a0 Politik der Revolution\u00e4ren Obleute verwirklichte sich die vorhandene Spontanit\u00e4t der ArbeiterInnenschaft sowohl in einer eigenen Organisation, wie in der selbstorganisierten und selbstbestimmten betrieblichen und politischen Aktion. Hinzu kam, dass die Obleutebewegung, obwohl die meisten der Obleute der USPD angeh\u00f6rten, ohne den leitenden Einfluss einer Partei bestand.\u00a0 Adolf Brock beschreibt in dem Buch \u201cDie Betriebsr\u00e4te in der Weimarer Republik\u201d (6) die Obleutebewegung:<br \/>\n\u201cDie Basis des Zusammenschlusses der Obleute oder der selbstgesetzte Organisationsrahmen war die Betriebsbelegschaft, die durch den Arbeits- und Produktionszusammenhang bestimmt war. Die gew\u00e4hlten Vertreter der Arbeiter waren so immer ihrer Basis pr\u00e4sent. Durch diesen dauernden Kontakt mit den Kollegen konnten die Entfremdungserscheinungen und Verselbst\u00e4ndigungstendenzen, denen die Partei- und Gewerkschaftsf\u00fchrungen weithin erlegen waren, erst gar nicht aufkommen. Gest\u00fctzt auf das Vertrauen ihrer W\u00e4hler, gleichzeitig bereit, jederzeit abgew\u00e4hlt zu werden, immer ausgehend von der Praxis und mit den Arbeitern aufgrund ihrer Funktion als Vork\u00e4mpfer und Sprecher bei der Durchsetzung der gewerkschaftlichen und politischen Forderungen der Kollegen, stellten die Revolution\u00e4ren Obleute als Organe demokratischer Willensbildung zugleich die geeignete Plattform der Opposition gegen Krieg und Burgfrieden und f\u00fcr die Durchsetzung des Sozialismus dar.<br \/>\nDie Revolution\u00e4ren Obleute sind bis heute das einzige Beispiel in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung geblieben, deren Bewegung sich direkt aus dem Proletariat ohne intellektuelle b\u00fcrgerliche F\u00fchrung herausbildete, entfaltete und als proletarische oder Arbeiterorganisation politisch wirksam geworden ist.<br \/>\nDiesem Herkommen aus der Arbeiterschaft und ihrer Einbindung in die Arbeiterschaft ist es zuzuschreiben, dass die Obleutebewegung als reine Arbeiterbewegung sich zun\u00e4chst auf die Kampfmethoden beschr\u00e4nkte, die sie kannte und erprobt hatte: Streiks, Demonstrationen und Massenstreiks.\u201d Aber als sie erkannten, dass mit Massenstreiks alleine kein Kriegsende erzwungen werden kann, weil dieses den Sturz des kaiserlichen Regimes zur Voraussetzung hat, schreckten sie nicht davor zur\u00fcck die Revolution als Minimalziel anzuerkennen und an deren Realisierung mitzuwirken.<br \/>\nRichard M\u00fcller war bis 1920, als er sich mit dem linken Fl\u00fcgel innerhalb der USPD der KPD anschloss, Mitglied der USPD. In derselben USPD war Eduard Bernstein (7) bis M\u00e4rz 1919 ebenfalls Mitglied. Danach kehrte\u00a0 dieser, nachdem er bereits im Dezember 1918 wieder der MSPD\u00a0 beigetreten war und eine Doppelmitgliedschaft hatte, der USPD endg\u00fcltig den R\u00fccken. Bernstein war ein Gegner des R\u00e4tegedankens und er vertrat die Notwendigkeit die deutsche Novemberrevolution in ein b\u00fcrgerliches Fahrwasser \u00fcberzuleiten. Bernstein schrieb ebenfalls ein Buch \u00fcber \u201cdie deutsche Revolution von 1918\/19\u201d .(8) Es ist 1921 erschienen und wurde 1998 nach mehr als einen dreiviertel Jahrhundert\u00a0 als kommentierte Neuausgabe wieder vorgelegt. Als Bernstein in diesem Buch den ersten Kongress der Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te Deutschlands (16.12.1918 \u2013 21.12.1918) in Berlin beschreibt, verliert er einige Worte \u00fcber die Person des Richard M\u00fcller: \u201cM\u00fcller, der lange Jahre F\u00fchrer der Opposition in der Ortsgruppe Berlin des Deutschen Metallarbeiter-Verbands gegen dessen Leitung gewesen war, entwickelte in der Revolution einen Zug zum Fanatiker. In einer Sitzung des Vollzugsrates (der am 10.November vom Gro\u00df-Berliner Arbeiter- und Soldaten-R\u00e4te gew\u00e4hlt worden war, Anm. des Verf.) hatte er ausgerufen, nur \u00fcber seine Leiche gehe der Weg zur Nationalversammlung, was ihm bei seinen Widersachern den Spottnamen Leichenm\u00fcller eintrug. Sein Referat, das er mit den Worten einleitete, es sei ihm unm\u00f6glich, den Bericht objektiv zu geben, war eine leidenschaftliche Anklage gegen den Rat der Beauftragten .(9) Er beschuldigte diesen, dem Bestreben des Vollzugsrates, die Errungenschaften der Revolution sicherzustellen und in die Praxis zu \u00fcberf\u00fchren, bei jeder Gelegenheit Widerstand entgegengesetzt zu haben, und klagte ihn an, dass er nichts getan habe, das reaktion\u00e4re Element in den Reichs- usw. \u00c4mtern durch auf dem Boden des Neuen stehende Personen zu ersetzen. Ebenso stehe es mit der Heeresleitung und Heeresverwaltung. Die zur\u00fcckgekehrten Frontsoldaten habe man nicht auf die sozialistische Republik, sondern nur auf die Republik schlechthin, nicht auf den Vollzugsrat, der doch die Souver\u00e4nit\u00e4t des Volks durch die Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te darstelle, sondern auf den Rat der Volksbeauftragten vereidigt.\u201d (10)<br \/>\nIm Deutschland der Novemberrevolution wurde der Konflikt zwischen dem Lager der proletarischen Macht\u00fcbernahme in Form der R\u00e4tedemokratie und dem Lager der b\u00fcrgerlichen Konterrevolution, die sich rund um die Losung nach der\u00a0 Nationalversammlung scharte, zur alles entscheidenden Frage. Richard M\u00fcller war einer der vehementesten Vertreter des R\u00e4tegedankens. F\u00fcr Eduard Bernstein, den Anh\u00e4nger der schnellstm\u00f6glichen Wahl zur Nationalversammlung, daher ein Fanatiker. Doch er war alles andere als ein Fanatiker, sondern er konnte \u2013 aufrund seiner sozialen und politischen Stellung \u2013 wahrnehmen, wie der Inhalt und die Form des proletarischen Massenkampfes in Folge der Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Weltkriege sich ver\u00e4ndern sollten. Und er wurde zum Sprachroht dieser Entwicklung! In dem 1921 erschienen Sammelband \u201cDie Befreiung der Menschheit \u2013 Freiheitsideen in Vergangenheit und Gegenwart\u201d beschreibt Richard M\u00fcller das Werden des R\u00e4tegedankens in Deutschland:<br \/>\n\u201cAls sich im November 1918 in Deutschland die neue proletarische Kampforganisation in den Arbeiterr\u00e4ten bildete, da bezeichnete man diese als die Nachahmung \u201cbolschewistischer Methoden\u201d. Diese neuen Kampforganisationen bildeten sich aber nicht erst als Folgewirkung der Novemberereignisse, sondern wurden bereits fr\u00fcher, w\u00e4hrend des Krieges, geschaffen, als der Novemberzusammenbruch noch nicht bevorstand. Sie ergaben sich aus den \u00f6konomischen Auswirkungen des Krieges, aus der Unterdr\u00fcckung jeder freien Regung der Arbeiterschaft durch die Handhabung des Belagerungszustandes und aus dem vollst\u00e4ndigen Versagen der Gewerkschaften wie auch der politischen Parteien. Die Gewerkschaften waren in ihrer T\u00e4tigkeit gehemmt durch den Belagerungszustand und wurden au\u00dferdem von der Gewerkschaftsb\u00fcrokratie der Kriegspolitik dienstbar gemacht. Die politische Partei der Arbeiterklasse war gespalten. W\u00e4hrend ein Teil sich r\u00fcckhaltlos f\u00fcr die Kriegspolitik der Regierung einsetzte, war der andere Teil zu schwach, um einen Widerstand zu leisten. Der politisch gereifte und revolution\u00e4r gesinnte Teil der Arbeiterschaft suchte nach neuen Formen des proletarischen Klassenkampfes, suchte sich dazu neue Kampforganisationen. Diese Bestrebungen zeigten sich zuerst in den Gro\u00dfbetrieben und fanden hier auch festere Formen.<br \/>\nAls im Juli 1916 ganz pl\u00f6tzlich 55.000 Berliner Arbeiter in den Streik traten, nicht um ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern, sondern aus <strong>politischen<\/strong> Gr\u00fcnden, da konnte die b\u00fcrgerliche Gesellschaft, aber noch mehr die F\u00fchrer der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften diese unerh\u00f6rte Tatsache gar nicht begreifen. Diese Tatsache stellte alle bisher in der Arbeiterbewegung gemachten Erfahrungen einfach auf den Kopf. Wo lagen die Ursachen? Wer hatte diesen Streik vorbereitet und geleitet? (&#8230;) Es waren Arbeiter, die sich zu \u201cFabrikkomitees\u201d zusammengeschlossen hatten, die wirkten, wie die Fabrikkomitees der Petersburger Gro\u00dfbetriebe im Jahre 1905, ohne deren T\u00e4tigkeit gekannt zu haben. (&#8230;) Diese \u201cFabrikkomitees\u201d \u2013 die Bezeichnung ist nicht ganz zutreffend \u2013 kann man als die Vorboten der heutigen revolution\u00e4ren Arbeiterr\u00e4te in Deutschland bezeichnen. Der R\u00e4tegedanken schlug damals, aus den Verh\u00e4ltnissen geboren, in Deutschalnd seine ersten Wurzeln.\u201d (11)<br \/>\nRichard Louis M\u00fcller, gelernter Dreher, der sich die politischen und historischen Kenntnisse als Auoditakt selbst aneignen mu\u00dfte, spielte in der Novemberrevolution eine zentrale Rolle. Er war als Leiter der \u201cRevolution\u00e4ren Obleute\u201d wesentlich an der Vorbreitung des 9.November beteiligt. In der darauf folgenden Revolutionsregierung war er Vorsitzender des \u201cVollzugsrates der Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te.\u00a0 Schon alleine aufgrund dieser Umst\u00e4nde ist Richard M\u00fcllers \u201cGeschichte der Novemberrevolution\u201d eines der beeindruckensten \u00a0B\u00fccher, welches zu diesem Thema geschrieben worden ist.<br \/>\nRichard M\u00fcller und mit ihm die \u201cRevolution\u00e4ren Obleute\u201d haben am klarsten die Stimmung in den Betrieben, die W\u00fcnsche und Sorgen der ArbeiterInnenklasse ausgedr\u00fcckt. Es ist von daher auch nicht verwunderlich, dass M\u00fcllers Einfluss in Berlin bei weitem den von Karl Liebknecht \u00fcbertraf, dem er immer wieder auch \u201cRevolution\u00e4re Gymnastik\u201d vorwarf. Richard M\u00fcller ist von den Berliner ArbeiterInnen als Sprecher ihrer revolution\u00e4ren Sehns\u00fcchte und ihres revolution\u00e4ren Wollens ausgew\u00e4hlt worden. Und als diese erloschen waren, mu\u00dfte auch Richard M\u00fcller wieder in die Niederungen des Alltags hinabsteigen und wurde zu einem B\u00fcrger, der als Hausbesitzer auf zweifelhafte Art und Weise seine Existenz sicherte.\u00a0 Diese Mischung in der Person des Richard M\u00fcllers \u2013 und wir k\u00f6nnen \u00e4hnlich Entwicklungen auch in so manchen Arbeitsk\u00e4mpfen der Gegenwart beobachten &#8211; verleiht dem Buch noch einen besonderen Reiz. Es ist mehr als ein historischer Bericht einer Person, die eine Schl\u00fcsselrolle genau in dieser Berichtszeit eingenommen hat. Es gew\u00e4hrt einen tiefer Einblick in die Dynamik des proletarischen Klassenkampfs auch f\u00fcr die Jetztzeit und reizt zur Selbstforschung, um sich unter anderem auch den Schw\u00e4chen und Fehlern eines Richard M\u00fcllers in der Revolution ann\u00e4hern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wien, am 1.August 2012<br \/>\n<strong>Peter Haumer<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(1)Der Malik-Verlag ist einer der bedeutendsten deutschen Verlage des 20. Jahrhunderts. Er existierte von 1916 bis 1947 und war auf politische und \u00e4sthetische Avantgardekunst sowie kommunistische Literatur ausgerichtet.<br \/>\n(2)Ralf Hoffrogge verfasste 2008 eine sehr interessante Biografie \u00fcber \u201cRichard M\u00fcller \u2013 der Mann hinter der Novemberrevolution\u201d im Karl Dietz Verlag.<br \/>\n(3) \u201cDeutsche Kommunisten \u2013 Biographisches Handbuch 1918 \u2013 1945\u201d von Hermann Weber\/Andreas Herbst, Karl Dietz Verlag 2004<br \/>\n(4) Es ist dies auf Seite 375 in der Biografie des Karl Klein (1886-1960)<br \/>\n(5)Die im April 1917 gegr\u00fcndete USPD (Unabh\u00e4ngige sozialdemokratische Partei Deutschlands) kn\u00fcpfte programmatisch und personell in erster Linie an die ehemalige zentristische Mehrheitsstr\u00f6mung der SPD an, die sich durch die neue Partei organisatorisch verselbst\u00e4ndigte. Von 1917 bis 1920 war die USPD Massenpartei und l\u00f6ste in Zentren der Sozialdemokratie wie Berlin und Leipzig die SPD als Mehrheitspartei der ArbeiterInnenbewegung ab. Die vordergr\u00fcndige Ursache f\u00fcr die Gr\u00fcndung der USPD war die Revision zentraler Beschl\u00fcsse der Vorkriegs-SPD durch Parteivorstand und Reichstagsfraktion, die im August 1914 begonnen hatte ( Burgfriedenspolitik).<br \/>\n(6)\u201cDie Betriebsr\u00e4te in der Weimarer Republik\u201d, herausgegeben von R.Crusius, G.Schiefelbein, M.Wilke, 1978 Verlag Olle und Wolter, Seite 14\/15<br \/>\n(7)Eduard Bernstein ( 6. Januar 1850 &#8211; 18. Dezember 1932) war ein sozialdemokratischer Theoretiker und Politiker in der SPD und zeitweilig der USPD. Er gilt als Begr\u00fcnder des theoretischen Revisionismus innerhalb der SPD.<br \/>\n(8) Eduard Bernstein: Die deutsche Revolution von 1918\/19, 1998, Verlag J.H.W.Dietz Nachf.<br \/>\n(9)Der Rat wurde am 10. November 1918 von MSPD und USPD gebildet und bestand zun\u00e4chst aus drei gem\u00e4\u00dfigten Mehrheitssozialdemokraten und drei radikaleren Unabh\u00e4ngigen Sozialdemokraten. Letztere traten am 29. Dezember zur\u00fcck, und zwei weitere Mehrheitssozialdemokraten kamen hinzu.<br \/>\n(10) Eduard Bernstein&#8230;.a.a.O., Seite 129<br \/>\n(11) \u201cDie Befreiung der Menschheit \u2013 Freiheitsideen in Vergangenheit und Gegenwart\u201d, Berlin 1921. Ebenda: Richard M\u00fcller &#8211; Das R\u00e4tesystem in Deutschland, Seite 168\/169<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;als der r\u00e4tegedanke in deutschland seine ersten wurzeln schlug&#8221; In den fr\u00fchen zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderst\u00a0 im Malik-Verlag (1) bzw. im Eigenverlag erschienen, in&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-298","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-eine-geschichte-der-novemberrevolution"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=298"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8112,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/298\/revisions\/8112"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}