{"id":3600,"date":"2021-05-31T13:31:14","date_gmt":"2021-05-31T11:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/?p=3600"},"modified":"2026-01-26T21:29:29","modified_gmt":"2026-01-26T20:29:29","slug":"arbeiterpolitik-31-5-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/arbeiterpolitik-31-5-2021\/","title":{"rendered":"&#8220;Arbeiterpolitik&#8221; 31.5.2021"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"china-aufstieg-eines-neuen-imperialismus\" class=\"has-normal-font-size wp-block-heading\">China \u2013 Aufstieg eines neuen Imperialismus ?<\/h1>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Um Chinas Rolle in der Welt einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ist das Verst\u00e4ndnis seiner inneren Verfasstheit von gro\u00dfer Bedeutung. Und sind Hoffnungen in Chinas Sozialismus noch gerechtfertigt? Renate Dillmann hat hierzu 2011 eine fundierte Geschichte des nachrevolution\u00e4ren China vorgelegt, die schon wegen ihres Kenntnisreichtums die Lekt\u00fcre lohnt. Die Buchmacherei bringt den Band jetzt wieder neu heraus, mit einem aktualisierenden Vorwort der Verfasserin.<a href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Gut nachvollziehbar werden hier die historischen Entwicklungen beschrieben, so das skrupellose, kriegerische Aufknacken des abgeschotteten Reichs der Mitte durch die imperialistischen Staaten im Vorlauf der Revolution \u2013 wobei sich das versp\u00e4tete Deutschtum durch besondere Schneidigkeit auszeichnet. Zersetzung, Elend und Ausbeutung nehmen unvorstellbare Ausma\u00dfe an. Ihre Ma\u00dfnahmen zur Befreiung der Bauern vom feudalen Joch verschaffen den Kommunisten den entscheidenden Zulauf. Deutlich wird dann, wie f\u00fcr die b\u00fcrgerlich-revolution\u00e4re Bewegung gegen die fremde Herrschaft, die Goumindang, die Niederschlagung der sozialen Befreiungsbewegung wichtiger wird als der Kampf gegen die japanische Besetzung \u2013 so gewinnen die Kommunisten auch den Nimbus der einzig konsequent nationalen Kraft und die Unterst\u00fctzung aus dem b\u00fcrgerlichen Lager \u2013 wenn auch nicht von denen, die enteignet werden. Sie siegen wegen der ungeheuren Sprengkraft der elenden Lage der Bauern, denen sie mit der Landzuteilung eine Perspektive bieten. Die Einrichtung einer staatlich geplanten Wirtschaftsweise ist logische Konsequenz der vom Kapitalismus angerichteten Zerr\u00fcttung und erlaubt es, den Wiederaufbau nach den Kriegszerst\u00f6rungen rational zu steuern. F\u00fcr die Massen verwirklicht sich der Traum von einer \u201cguten Herrschaft\u201d, wenn auch auf Armutsniveau.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Um die Entwicklung zu beschleunigen, versucht es Mao mit moralischen Massenkampagnen, deren katastrophales Scheitern den Weg frei macht f\u00fcr Deng Xiaopings Einf\u00fchrung kapitalistischer Elemente, schlie\u00dflich f\u00fcr die \u00d6ffnung zu einer kapitalistischen Akkumulation mit internationalem Kapital, die zwar vorsichtig ins Werk gesetzt, dann aber beherrschend wird und alle inneren Verh\u00e4ltnisse ver\u00e4ndert. Die staatseigenen Industriebetriebe m\u00fcssen rentabel werden und d\u00fcrfen Personal entlassen, die Gr\u00fcndung privater Betriebe wird erlaubt. Die Volkskommunen werden ersetzt durch b\u00e4uerliche Privatwirtschaft der Familien, was zwar f\u00fcr h\u00f6here Lebensmittelproduktion sorgt, aber zu kleine Parzellen beg\u00fcnstigen dann auch Konzentrationsprozesse und die Landflucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine neue Klassengesellschaft wird geboren, aus Bauern und Arbeitern werden freie Lohnarbeiter, sie verlieren ihre soziale Sicherheit, ihre \u201ceiserne Reisschale\u201d, und werden der freien Konkurrenz ausgesetzt. Millionen werden aus den Staatsbetrieben entlassen, Arbeitsbedingungen mit fr\u00fchkapitalistischen Exzessen halten Einzug. Teile der Funktion\u00e4rseliten mutieren zu Kapitalisten und die Korruption breitet sich aus. Den ausl\u00e4ndischen Investoren stellt man Sonderwirtschaftszonen mit Infrastruktur und billigen Arbeitskr\u00e4ften zur Verf\u00fcgung, der Arbeitsschutz wird dort zun\u00e4chst aufgehoben. Ihre Profitsucht l\u00e4sst die ausl\u00e4ndischen Unternehmen die Bedingungen schlucken, die der chinesische Staat ihnen setzt: Beteiligungen und Technologietransfer zwecks Aufbau chinesischer Kapitalgesellschaften. Die schnelle Verbesserung des Lebensstandards f\u00fchrt trotz zahlreicher Massenproteste und Arbeitsk\u00e4mpfe zu Aufbruchstimmung und Loyalit\u00e4t zur F\u00fchrung. Die chinesischen Partner der ausl\u00e4ndischen Investoren, meist Staatsbetriebe, werden weltmarktf\u00e4hig und expandieren erfolgreich. Resultat des wirtschaftlichen Siegeszuges der Profitwirtschaft sei der Aufstieg eines chinesischen Imperialismus, der aufgrund seines Erfolgs den erbitterten Widerstand und die Aggression der USA und ihres Gefolges hervorruft.<\/p>\n\n\n\n<p>Man liest Dillmanns Nachzeichnung des chinesischen Aufstiegs mit all seinen Versuchen, Br\u00fcchen, Widerspr\u00fcchen und Problemen mit Gewinn. Die Interpretation des Geschehens \u2013 und was daraus abgeleitet wird \u2013 l\u00e4sst dann allerdings zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom Weiterlesen sollte man sich zun\u00e4chst nicht dadurch abhalten lassen, dass Renate Dillmann zu Beginn ein schwer ertr\u00e4gliches, scholastisches Kapitel \u00fcber Nation und Kommunismus einschiebt, das f\u00fcr eine marxistische Grundschulung ihrer Studenten sicher ganz n\u00fctzlich sein mag, aber den Kommunismus f\u00fcr etwas h\u00e4lt, das kommunistische Bewegungen \u2013 einmal an die Macht gelangt \u2013 willentlich in die Welt setzen k\u00f6nnen. So als geh\u00f6re das \u00dcberfl\u00fcssigwerden des Staates nach jeder Revolution sofort und unmittelbar auf die Tagesordnung. Wenn die chinesischen Kommunisten das nicht tun, liegt es Dillmann zufolge an ihrer unvollkommenen Kritik an Kapitalismus und Staat, an ihrem \u201cStaatsidealismus\u201d, der sie an der \u00dcberwindung der Wertproduktion hindere. Dieses Kapitel geht vor\u00fcber, zeigt aber an, unter welchem Hauptgesichtspunkt die chinesische Geschichte hier interpretiert werden soll. Das f\u00fchrt zu seltsamen Ergebnissen.<\/p>\n\n\n\n<p>In erster Linie betrifft das die Vorstellung vom Sozialismus. Rein sein soll er sein, wie man es wohl im Gefolge der Studentenbewegung gelernt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Von der chinesischen Bauernrevolution aber zu verlangen, innerhalb der ersten 70 Jahre einen Sozialismus zu installieren, ist illusorisch und ber\u00fccksichtigt in keiner Weise die unvorstellbar r\u00fcckst\u00e4ndigen Ausgangsbedingungen der chinesischen Agrargesellschaft, obwohl sie in den Anfangskapiteln so anschaulich beschrieben werden. Diese Bedingungen wurden durch die Revolution aufgehoben \u2013 aufgehoben nat\u00fcrlich im doppelten Wortsinn, sie wirkten also weiter. Sie bewirkten, dass in Abwesenheit einer gereiften Arbeiterklasse eine b\u00fcrokratische Staatswirtschaft installiert werden muss, die die Interessen des \u201cVolkes\u201d vertritt, nicht nur die des (nur minimal vorhandenen) Proletariats. Diese R\u00fcckst\u00e4ndigkeit ergibt Klassenkompromisse und programmatische Verschwommenheiten (\u201cVolkseigentum\u201d, \u201cgeplanter Markt\u201d), die Renate Dillmann aber f\u00fcr Resultate von \u201cDummheit\u201d h\u00e4lt<a href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a> und f\u00fcr Keime der Abweichung vom Sozialismus. Dass die chinesischen Kommunisten sich b\u00fcrgerliche Forderungen nach Gerechtigkeit und allgemeiner Wohlfahrt zu eigen machen, zeige ihre \u201cfalsche staatsideologische Kapitalismuskritik\u201d<a href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a>, was dann f\u00fcr die Ursache kommender \u00dcbel gehalten wird. Ihr \u201cvolksfreundliches Herrschaftsprogramm\u201d zur Beseitigung sozialer Ungerechtigkeit und zur Steigerung der gesamtgesellschaftlichen Effizienz habe zwar zu enormen materiellen Verbesserungen, zu Bildung und nie gekannter sozialer Sicherheit gef\u00fchrt, begr\u00fcnde sich aber aus diesem \u201cFehler\u201d und hindere die Menschen, als Subjekte \u00fcber Arbeit, Zeit und Konsum zu entscheiden und das \u201cReich der Freiheit\u201d zu erobern<a href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a>. So nimmt die Analyse die materiellen Voraussetzungen nicht zur Kenntnis und f\u00fchrt die Vers\u00e4umnisse zur\u00fcck auf das mangelhaft kommunistische Denken der KP-F\u00fchrer, die den Kapitalismus nur halbherzig kritisiert h\u00e4tten. Dass es die Massenarmut war, die \u00e4u\u00dfere Bedrohungslage und der Druck der Tradition, wieder zum Reich der Mitte zu werden, was China zur Beschleunigung der nachholenden Entwicklung gedr\u00e4ngt hat, erscheint hier dagegen unwesentlich. Tats\u00e4chlich ist es aber vor allem die soziale Lage der Bauern, sp\u00e4ter auch der Arbeiter, die eine Weiterentwicklung verlangt; die \u00dcberlegungen und Absichten der KP sind eher Ausdruck davon.<\/p>\n\n\n\n<p>1956 sind 90% der Betriebe staatlich, und die den Kapitalismus steuernden Profitanreize sind ersetzt durch Planvorgaben. Die b\u00fcrokratische Staatsplanwirtschaft ist bekannterma\u00dfen ineffektiv, verschwenderisch und langsam in ihrer Entwicklung, und dass unter der Herrschaft der Staatsb\u00fcrokratie die Arbeiterschaft nicht zur Klasse f\u00fcr sich reifen kann, ist durch die russische Entwicklung wohl ausreichend belegt. Dillmanns einleuchtende Beschreibung der gegenseitigen Behinderungen der \u201csozialistischen\u201d Wirtschaftsakteure ist nichts Neues,<a href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a> wird hier aber darauf zur\u00fcckgef\u00fchrt, dass man die Kategorien von Wert, Preis und Gewinn in neuer Funktion beibeh\u00e4lt \u2013 was auf diesem Entwicklungsniveau an deren Stelle h\u00e4tte treten k\u00f6nnen, erfahren wir leider nicht. Statt es bei der langsamen \u201csozialistischen\u201d Entwicklung zu belassen, die den Massen weniger Opfer abverlangt h\u00e4tte, und beispielsweise auf schwerindustrielle Gro\u00dfprojekte zu verzichten, wollen die chinesischen Kommunisten den nationalen Aufstieg beschleunigen \u2013 angeblich Resultat ihres \u201cStaatsidealismus\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Auswege aus der Ineffektivit\u00e4t bilden sich zwei Richtungen heraus, bekannt als \u201cKampf zweier Linien\u201d: die Moral zum Einsatz f\u00fcr die Gemeinschaft anzustacheln oder mit materiellen Anreizen die Stimuli der kapitalistischen Wirtschaft nachzuahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst setzt sich Mao durch mit seinen Versuchen, revolution\u00e4ren Aufbruchsgeist zu schaffen und zu \u201cgro\u00dfen Spr\u00fcngen nach vorn\u201d (Kritikkampagnen, Kollektivierungen, dezentrale Stahlproduktion) zu nutzen. Die Masseninitiativen wenden sich zu repressivem Anpassungsdruck und scheitern mehrmals katastrophal in Hungersn\u00f6ten und mit Einbruch der Industrieproduktion \u2013 sie hatten eben nur ideologische Grundlagen, keine materiellen. Mao kann dann dennoch \u2013 aufgrund von Unzufriedenheit mit der Verb\u00fcrokratisierung und wegen Fraktionsk\u00e4mpfen \u2013 mit der \u201cKulturrevolution\u201d eine antiautorit\u00e4re Kampagne gegen privaten Egoismus und f\u00fcr die Revolutionierung der Massen lostreten, die aber im ungebremsten Chaos endet und nur m\u00fchsam wieder eingefangen werden kann. Vor diesem Hintergrund und wegen der mangelhaften Nahrungsmittelproduktion setzt sich dann Deng Xiaoping durch, und es kommt wieder auf Fachkunde, Leistung und Flei\u00df an. Angesichts der wirtschaftlichen Erfolge dieser Versuche macht die chinesische F\u00fchrung schlie\u00dflich den Weg frei f\u00fcr die Entfaltung kapitalistischer Akkumulation.<\/p>\n\n\n\n<p>Das reine, kapitalfreie Wirtschaftssystem ist damit verlassen \u2013 f\u00fcr Renate Dillmann ist es der Sozialismus, der aufgegeben worden ist zugunsten des Nationalismus; die sozialistische Politik der \u201cVolksf\u00fcrsorge\u201d sei durch die Wiedereinf\u00fchrung kapitalistischen Wirtschaftens verraten worden, der Ausweg h\u00e4tte stattdessen in mehr Planwirtschaft bestanden statt in weniger. Der Sozialismusbegriff, der solcher Argumentation zugrunde liegt, ist zumindest ein wenig unklar.<a href=\"#sdfootnote6sym\"><sup>6<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sozialismus, daran sei hier erinnert, ist die \u00dcbergangsgesellschaft vom Kapitalismus zum Kommunismus, und sie ist eben bestimmt durch ihre Voraussetzungen. Ob die materiellen Voraussetzungen den Produzenten die Steuerung der Produktion m\u00f6glich machen, ob die sozialen Bedingungen die Arbeiterschaft zur Steuerung bef\u00e4higen, ob die politischen Umst\u00e4nde die Leitung von Gesellschaft und Produktion durch die Arbeiterklasse erm\u00f6glichen, h\u00e4ngt von der Entwicklungsh\u00f6he der Gesellschaft ab \u2013 u.a. davon, ob die Wirtschaftsdaten \u00fcber Bedarf, Ressourcen und Produktionskapazit\u00e4ten bereits automatisch zu Modellrechnungen zusammenflie\u00dfen k\u00f6nnen, \u00fcber die die Produzenten dann politisch entscheiden. Diese Entwicklungsh\u00f6he k\u00f6nnen gereifte kapitalistische Staaten erreichen, die sich auf den Weg machen, zu einer h\u00f6heren Produktionsweise \u00fcberzugehen \u2013 China hatte sie beileibe nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die bisherigen sozialistischen Revolutionen sind Vorl\u00e4ufer in unterentwickelten Randbereichen. Die Durchsetzung des Kapitalismus als Weltsystem hat, von der italienischen Renaissance an gerechnet, \u00fcber 500 Jahre gedauert, und sie ist wom\u00f6glich noch immer nicht ganz abgeschlossen \u2013 und das getrieben von dem dynamischsten Wirtschaftssystem, das es jemals gegeben hat, wie von Marx und Engels im Kommunistischen Manifest anschaulich beschrieben. Wir leben in der Anfangsperiode der sozialistischen Umgestaltung der Welt, wenn sie denn ohne kriegerische Selbstvernichtung der Menschheit zustande kommen wird. Die Macht der Arbeiterklasse kann deshalb noch nirgends gegeben sein, und Kriterium f\u00fcr das Etikett \u201cSozialismus\u201d f\u00fcr solche Vorl\u00e4uferrevolutionen k\u00f6nnte daher allenfalls sein, ob die Entwicklung in Richtung Machtentfaltung der Arbeiterklasse geht oder nicht. Um den Gang dieser Entwicklung wird in einer solchen \u00dcbergangsgesellschaft gek\u00e4mpft. Das Vor und Zur\u00fcck von Sieg, Niederlage oder Untergang h\u00e4tte dann logischerweise zur Konsequenz, dass heute Sozialismus herrscht und morgen nicht oder umgekehrt \u2013 das Bed\u00fcrfnis zur Etikettierung zeigt eher Schubladendenken, als dass es zur Analyse beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sozialismus einer \u00dcbergangsgesellschaft ist ein Prozess, und er tr\u00e4gt immer das Erbe der vorhergehenden Gesellschaft in sich. Der \u201cSozialismus\u201d war in China zum Zeitpunkt der Revolution schwach, da nur durch Bauernkollektive in der kommunistischen Bewegung vertreten \u2013 die Arbeiterschaft fehlte fast ganz. Unsicherer als bei unreifen Bedingungen kann der Ausgang nicht sein.<\/p>\n\n\n\n<p>So ist hier gar nicht begriffen, dass es um die Entwicklung der materiellen und sozialen Bedingungen f\u00fcr einen Sozialismus geht, nicht darum, ihn aus dem Boden zu stampfen \u2013 das wird schon durch das Niveau der Kritik deutlich: die KP-F\u00fchrung macht dies und jenes, sie macht dies falsch und jenes richtig. Wer meint, die \u201crichtige\u201d Entwicklung h\u00e4nge von der \u201crichtigen\u201d \u00dcberzeugung der F\u00fchrung ab, h\u00e4lt die Massen f\u00fcr willenlos dirigierbare Objekte. Das passt mit der Auffassung von der Arbeiterklasse als f\u00fchrender Kraft im Sozialismus nicht so ganz zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zweite ist das Verst\u00e4ndnis vom Revolutionsprozess. Es soll eine Weltrevolution sein, und zwar bitte gleichzeitig \u2013 die gegenseitige Unterst\u00fctzung und der internationale Austausch sind dann ja viel einfacher. Nun mag es im 19. Jahrhundert so erschienen sein, als liefe alles auf eine sich immer weiter angleichende internationale kapitalistische Entwicklung hinaus, die dann auch gleichzeitig aus ihren Widerspr\u00fcchen das Neue gebiert; aber schon Marx und Engels haben erst England, dann Deutschland f\u00fcr die Revolution am reifsten gehalten und auch eine vorauseilende russische Revolution nicht ausgeschlossen. Die russische, chinesische, kubanische, vietnamesische Revolution fanden dann keineswegs gleichzeitig statt, sondern mussten sich mit der verbleibenden und \u00fcberm\u00e4chtigen kapitalistischen Umwelt arrangieren \u2013 das ging so weit, dass Revolutionen sich behinderten (Russland gegen China), bek\u00e4mpften (Russland gegen Spanien) und bekriegten (China gegen Vietnam). Dieses Geschehen auf Fehlverhalten kommunistischer F\u00fchrer zur\u00fcckzuf\u00fchren, ist argumentativ etwas d\u00fcnn. Nationen sind wie Tanker \u2013 die eigenen Interessen k\u00f6nnen mal kurzfristig durch anderes \u00fcberlagert werden, z. B. durch Internationalismus nach dem Sturz von herrschenden Klassen, aber dann setzen sich wirtschaftliche Grundlagen, historische Ideologien und geostrategische Zw\u00e4nge wieder durch. Die russische Revolution hatte eine starke nationalistische Komponente, n\u00e4mlich den Versuch der Bewahrung der Nation nach der katastrophalen, von Adel und B\u00fcrgertum verschuldeten Kriegsniederlage. Das hatte Tradition: zur nationalen Rettung hatte man bei der napoleonischen Besetzung die eigene Hauptstadt angez\u00fcndet, und als Lenin im Frieden von Brest-Litowsk gro\u00dfe Gebiete abtreten musste, wollten die Mehrheit seiner Partei und die Sozialrevolution\u00e4re aus nationalistischen Gr\u00fcnden den aussichtslosen revolution\u00e4ren Krieg gegen die deutschen Besatzer entfachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die chinesische Revolution war Bauernbefreiung und antiimperialistische nationale Befreiung von der Besatzung zugleich \u2013 der Sieg der KP stellte die nationale Selbstbestimmung wieder her nach der Schmach der Unterwerfung und beseitigte die schlimmste Ausbeutung. Das ist selbstverst\u00e4ndlich eine widerspr\u00fcchliche Einheit; Renate Dillmann wendet ihre Interpretation nun aber so, als sei die Verbindung von nationalen Entwicklungsanstrengungen und sozialistischem Aufbau aus einer willentlichen (falschen) programmatischen Entscheidung der chinesischen Kommunisten erwachsen, die dem Nationalismus Vorrang vor der sozialen Befreiung, der Wiederherstellung der glanzvollen Nation Vorrang vor dem Wohlergehen des Volkes gegeben habe. Von Beginn an habe die Volksrepublik sich aufgrund ihrer schieren Gr\u00f6\u00dfe als potentielle Gro\u00dfmacht verstanden und auch territoriale Anspr\u00fcche des alten Reiches vertreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Millionen F\u00e4den ist Chinas Gegenwart verkn\u00fcpft mit dem alten Reich der Mitte als f\u00fchrender Weltmacht, mit der 5.000j\u00e4hrigen Tradition der chinesischen Kulturnation. Und \u00fcber diese traditionellen Grundlagen soll eine F\u00fchrung sich hinwegsetzen k\u00f6nnen, indem sie nationale Interessen mal eben weniger vertritt, wom\u00f6glich nach Sieg der Revolution gar die Nation aufgibt und der Sowjetunion beitritt?? Von solchem Wunschdenken k\u00fcndet auch das alte leninistisch-besserwisserische Anleitergehabe: wenn wir die KP-F\u00fchrung w\u00e4ren, h\u00e4tten wir es besser gemacht. Von der H\u00f6he solchen Geschichtsverst\u00e4ndnisses aus wirft Renate Dillmann der KP-F\u00fchrung vor, sie habe den Gegensatz von Kommunismus und Nation nicht begriffen und deshalb sp\u00e4ter den Sozialismus \u00fcber Bord geworfen (leises Kichern aus Fernost).<\/p>\n\n\n\n<p>Zweifelsohne ist einer der Hauptantriebe des chinesischen Aufstiegs der Nationalismus. Nationalismus ist Ausdruck r\u00fcckst\u00e4ndiger Verh\u00e4ltnisse, muss sich aber nicht immer schlecht auswirken; es kommt auf seinen politischen Gehalt an. Der franz\u00f6sische Nationalismus hat unter Napoleon den b\u00fcrgerlichen Fortschritt in Europa verbreitet, und ohne die Mobilisierung des russischen Nationalismus im \u201cGro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg\u201d h\u00e4tte der zerst\u00f6rerische deutsche Nationalismus nicht geschlagen werden k\u00f6nnen. In China wird der Nationalismus eingespannt zur Landesentwicklung \u2013 die chinesische Staatsmacht wurde ja von jeher daran gemessen, ob sie die Gemeinschaftsaufgaben bew\u00e4ltigt, vor allem die Regulierung des Jangtsekiang und die Bew\u00e4sserung.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommunismus und Nationalismus schlie\u00dfen sich allerdings tendenziell gegenseitig immer st\u00e4rker aus, je weiter die Aufhebung des Kapitalismus vorankommt \u2013 in einer kommunistischen Welt gibt es keine Gr\u00fcnde f\u00fcr Nationen mehr. Den weltweiten Kommunismus kriegen wir aber erst etwas sp\u00e4ter. Eine seiner Voraussetzungen ist eine umweltvertr\u00e4gliche technologische Entwicklungsh\u00f6he, die den Kampf um Ressourcen global \u00fcberfl\u00fcssig macht. Ich sch\u00e4tze das mal auf 400 Jahre, und das ist wahrscheinlich noch zu optimistisch. Qui vivra verra.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sozialistische Weltrevolution ist ein allumfassender Prozess, der sich \u00fcber Jahrhunderte erstreckt. Er hat vor 150 Jahren mit der Pariser Kommune begonnen, und wir stehen noch immer am Anfang. Die Revolutionen, aus denen die Weltrevolution sich zusammensetzt, verlaufen ungleichzeitig, nach unterschiedlichen Bedingungen in verschiedenen nationalen Formen, manchmal miteinander und manchmal gegeneinander. Die italienische Arbeiterklasse ist anders als die deutsche, und die franz\u00f6sische ist anders als die US-amerikanische, und sie haben unterschiedliche Bedingungen. Die Kommunistische Internationale ist an der Dominanz der UdSSR, an der Unm\u00f6glichkeit der Vereinheitlichung gescheitert, und angesichts ihrer \u00fcberwiegend negativen Auswirkungen muss man sagen: zu Recht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dritter Punkt ist die Vorstellung von der Art der Revolution. Revolutionen sind urgewaltige gesellschaftliche Prozesse, die gesellschaftliche Blockaden wie einen gordischen Knoten durchschlagen, wenn die aufget\u00fcrmten Probleme anders nicht mehr gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Die M\u00f6glichkeiten, ihren Lauf zu beeinflussen, sind nicht gro\u00df. Im 19.Jahrhundert hatten Revolutionen die Form des Stra\u00dfenkampfs, in der russischen Revolution zeigte sich bereits die moderne Form von Generalstreik, Massendemonstrationen und R\u00e4tesystem, best\u00e4tigt auch in der niedergeschlagenen deutschen Revolution 1918 und 1920 nach dem Kapp-Putsch; die chinesische Revolution siegte noch durch revolution\u00e4ren B\u00fcrgerkrieg im Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie aber sieht eine Revolution aus in einem entwickelten kapitalistischen Land, wenn sie nicht aus einer Kriegsniederlage erw\u00e4chst, sondern aus dem wirtschaftlichen Zusammenbruch infolge von \u00dcberproduktion, Platzen von Finanzblasen oder Inflation? Sehen sich die Produzenten dann gezwungen, die stillstehenden Betriebe zu besetzen und sie selbst zu steuern? Hindert sie das Milit\u00e4r? Muss der Staat unter dem Druck der Massen die insolventen Unternehmen ganz oder anteilig \u00fcbernehmen, und wird dann darum gek\u00e4mpft, ob sie im Dienst der Gemeinschaft oder kapitalistisch funktionieren? Entsteht wom\u00f6glich eine lange \u00dcbergangsperiode mit gemischter staatlicher und privater Wirtschaft, an deren Ende erst die Arbeiterklasse den Kampf f\u00fcr sich entscheiden kann? Wir wissen es nicht. Was wir aber wissen: es wird kaum die Macht\u00fcbernahme einer Arbeiterpartei am Anfang der Revolution mit anschlie\u00dfender Umgestaltung geben. Von einem solchen illusorischen Konzept gehen stillschweigend alle aus, die sich die \u201crichtigen\u201d Ma\u00dfnahmen nach Machteroberung \u00fcberlegen und von dieser Warte aus reale Geschichtsabl\u00e4ufe kritisieren. So sind weite Passagen von Renate Dillmanns Buch durchs\u00e4uert von einem belehrenden \u2013 nur manchmal erhellenden \u2013 Deklinieren von Begriffen, das die Autorin der schlechten Wirklichkeit entgegenstellt und anscheinend f\u00fcr Marxismus h\u00e4lt, obwohl sie mit ihren Vorstellungen von sofortiger Umsetzbarkeit kommunistischer Ideale eher Bakunin nahesteht.<\/p>\n\n\n\n<p>China ist wom\u00f6glich \u2013 mit seinem staatlich gesteuerten Kapitalismus und dem starken staatlichen Sektor als Korrektiv \u2013 bereits bei einer Form gesellschaftlicher Organisation angelangt, die die kapitalistischen Zentren erst sp\u00e4ter erreichen. Nur mit einer starken staatlichen Steuerung der Wirtschaft \u00e0 la China w\u00e4re z.B. die Klimakatastrophe noch entscheidend einzugrenzen<a href=\"#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a> \u2013 die kapitalistischen Staaten sind dazu nicht in der Lage, weil ihnen jegliches Druckmittel gegen die kurzfristigen Interessen der Wirtschaft fehlt.<\/p>\n\n\n\n<p>China zeigt, dass eine staatliche Steuerung kapitalistischer Wirtschaftselemente, basierend auf eigener wirtschaftlicher St\u00e4rke des Staates, effektiver ist als der ungesteuerte kapitalistische Wildwuchs. Staatliche Ressourcen k\u00f6nnen viel gezielter in Wissenschaft und Forschung, Bildung, Wirtschaftsf\u00f6rderung, Infrastruktur, Digitalisierung, K\u00fcnstliche Intelligenz, Gesundheit und Umweltschutz gesteckt werden als dies kapitalistischen Staaten m\u00f6glich ist. Der chinesische Markt mit seinen 1,4 Milliarden Menschen sorgt f\u00fcr eine schnellere Verbreitung von Innovationen. In einigen technologischen Bereichen ist der chinesische Vorsprung bereits uneinholbar \u2013 die USA k\u00e4mpfen darum, Schritt zu halten, Europa ist bereits abgeh\u00e4ngt.<a href=\"#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a> Die Zeit arbeitet f\u00fcr China.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bringt die Gefahr eines Pr\u00e4ventivkrieges mit sich; wenn es solche Pl\u00e4ne im US-amerikanischen Milit\u00e4r nicht g\u00e4be, w\u00fcrden die Planungsst\u00e4be im Pentagon ihren Job nicht machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die USA sind geboren aus Landraub und Ausrottung der einheimischen V\u00f6lker. Seither sitzt ihnen der Colt locker, getragen von ihrem Sendungsbewusstsein, die h\u00f6here Kultur von \u201cGod\u2019s own Land\u201d zu verbreiten. Ihr Land konnten sie durch Menschenraub und Sklaverei g\u00fcnstig bearbeiten lassen, ihre staatliche Unabh\u00e4ngigkeit war der Zusammenschluss von Sklavenhalterstaaten, und ihren wirtschaftlichen Aufstieg zur Weltmacht verdanken sie der Waffenproduktion und den Kriegskrediten f\u00fcr ihre Alliierten in den beiden Weltkriegen. Die Weite des Landes, der riesige nordamerikanische Markt, eine frei disponible Arbeiterklasse setzten Entwicklungs- und Profitm\u00f6glichkeiten frei, die die USA zum reichsten Land der Welt machten, mit ungeahnten Aufstiegsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr jeden, der sich auf den Umgang mit Geld versteht, und anfangs mit Platz f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und Auswanderer aus aller Herren L\u00e4nder. Die b\u00fcrgerliche Demokratie mit ihren individuellen Freiheiten f\u00fcr Kreativit\u00e4t und zum Ausbeuten und Ausgebeutetwerden konnte sich auf diesen Grundlagen ungebremst entfalten, der Aufstiegs- und Macheroptimismus sichert sie ab. Der Reichtumsspielraum erlaubt inzwischen das Zugest\u00e4ndnis von B\u00fcrgerrechten auch an jene Bev\u00f6lkerungsschichten, die vom herrschenden Bewusstsein der wei\u00dfen \u00dcberlegenheit als Untermenschen angesehen werden. Sogar Menschengruppen, die noch vor hundert Jahren jederzeit h\u00e4tten gehenkt oder geschlachtet werden k\u00f6nnen, identifizieren sich heute mit den Freiheiten der USA, auch wenn sie massenhaft obdachlos sind, in den Gef\u00e4ngnissen sitzen<a href=\"#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a> oder von der Polizei ermordet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Freiheiten erlauben es jedermann, B\u00fcrot\u00fcrme hinzustellen oder Waffen zu kaufen, um damit Massaker anzurichten, der Profitproduktion nachzugehen oder unter den Br\u00fccken zu schlafen. Solange die Kasse stimmt, k\u00f6nnen massenhaft kreative Nischenpflanzen aufbl\u00fchen und die Attraktivit\u00e4t des \u201cLandes der unbegrenzten M\u00f6glichkeiten\u201d steigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ungebremste Kapitalismus hat riesige Konzerne hervorgebracht, deren wirtschaftliche Macht die demokratische Benutzeroberfl\u00e4che im Hintergrund bestimmt \u2013 manchmal auch im Vordergrund. Diese Interessen zufriedenzustellen, ist oberstes Gebot. F\u00fcr gemeinschaftliche Aufgaben bleiben nur die notwendigsten Ressourcen, die \u00f6ffentliche Infrastruktur ist verrottet \u2013 man fahre Metro und steige an der Station Wall Street aus. Wer f\u00fcr \u00f6ffentliche Aufgaben Geld ausgeben will, macht sich des \u201cSozialismus\u201d verd\u00e4chtig. Die Arbeiterbewegung und jede grundlegende Opposition hat schwer anzuk\u00e4mpfen gegen die Individualit\u00e4tsverblendung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungebremste Profit- und Ausbeutungsm\u00f6glichkeiten soll es f\u00fcr die amerikanischen Unternehmen \u00fcberall auf der Welt geben \u2013 mit welchem Recht sollten weniger entwickelte L\u00e4nder auch die amerikanischen Freiheiten beschneiden d\u00fcrfen oder Rohstoffe vorenthalten? Diesem Ziel dient die Au\u00dfenpolitik mit all ihren Schach- und Winkelz\u00fcgen, deren Verl\u00e4ngerung der Krieg ist. Schon die Profitzw\u00e4nge der Waffenschmieden, des milit\u00e4risch-industriellen Komplexes, zwingen dazu, periodisch L\u00e4nder zum Bombenabwerfen zu finden \u2013 an deren Wiederaufbau man dann auch wieder verdienen kann. Vom Profitzwang getriebene Unterwerfung anderer L\u00e4nder \u2013 sei sie friedlich oder kriegerisch \u2013 das ist es, was man Imperialismus nennt. Die USA betreiben ihn unter dem Banner von freedom and democracy.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Blutspur des amerikanischen Imperialismus zieht sich um den Globus. \u00dcberall, wo Unterdr\u00fcckte die Rechte der Gro\u00dfgrundbesitzer oder amerikanischer Konzerne beschneiden wollten, f\u00f6rderten die USA den Massenmord oder mordeten selbst \u2013 in Indonesien gingen \u00fcber eine Million Leichen auf das Konto der USA und ihrer milit\u00e4rischen Ziehkinder. Dazu kommen die Kriege \u2013 in Vietnam nahm man selbstverst\u00e4ndlich das Recht f\u00fcr sich in Anspruch, das Land \u201cin die Steinzeit zur\u00fcckzubomben\u201d. Das Sendungsbewusstsein als Weltpolizist, der ebenso selbstverst\u00e4ndlich \u00fcberall auf der Welt St\u00fctzpunkte unterhalten darf,<a href=\"#sdfootnote10sym\"><sup>10<\/sup><\/a> erlaubt jederzeit und \u00fcberall das milit\u00e4rische Hineinpfuschen. Auch wenn sympathische Figuren versuchen, den Tiger zu reiten, scheitern sie am Selbstlauf des Tankers der amerikanischen Au\u00dfenpolitik. Obama sah sich st\u00e4ndigen Angriffen ausgesetzt, die amerikanische \u201csupremacy\u201d nicht ausreichend zu vertreten,<a href=\"#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a> obwohl er wie selbstverst\u00e4ndlich Politik gegen China betrieb. Er hat es in acht Jahren Pr\u00e4sidentschaft nicht geschafft, Guantanamo aufzul\u00f6sen, und als der Friedensnobelpreistr\u00e4ger 2016 aus dem Amt schied, bombardierten die USA sieben L\u00e4nder.<a href=\"#sdfootnote12sym\"><sup>12<\/sup><\/a> Auch Biden und Harris wird es nicht anders ergehen, wobei Biden aber bereits mit dem deutlichen Anspruch antritt, das amerikanische Vorherrschaftsrecht gegen den Aufstieg Chinas zu verteidigen. Darauf stimmen die USA ihre Verb\u00fcndeten ein, die artig bei allen Kampagnen zum China-Bashing mitziehen und bei der NATO-Einkreisung Russlands schon mal \u00fcben d\u00fcrfen \u2013 obwohl sie wissen m\u00fcssten, dass sie geopfert werden, sobald die USA sie nicht mehr brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und mit diesem Imperialismus setzt Renate Dillmann die chinesische Au\u00dfenpolitik gleich \u2013 weil China als neu aufstrebende \u00f6konomische Macht seine Interessen und Handelswege zu sch\u00fctzen sucht mit handelspolitischer, diplomatischer und geostrategischer Einflussnahme, mit Krediten, B\u00fcndnispolitik und Allianzen, und sich auch milit\u00e4risch nicht einsch\u00fcchtern l\u00e4sst. Die treffliche Analyse lautet: \u201cEin Staat, der international Geld verdienen will, muss seine Interessen letzten Endes auch nach au\u00dfen gewaltsam absichern. Das hat China fr\u00fcher dem Westen als \u2018Imperialismus\u2019 vorgeworfen.\u201d<a href=\"#sdfootnote13sym\"><sup>13<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Republik Venedig hat mit ihrem Handelskapital international Geld verdient und das milit\u00e4risch abgesichert. Wenn wir das jetzt Imperialismus nennen, kl\u00e4rt das wohl kaum die Begrifflichkeiten. Imperialismus wird besser definiert als ein System von kriegerischem und friedlichem Intervenieren und Druckaus\u00fcben, angetrieben von dem Zwang und der Lust, \u00fcberall auf der Welt f\u00f6rderliche Bedingungen durchzudr\u00fccken f\u00fcr die Profitmacherei der \u201ceigenen\u201d Kapitalunternehmen, von deren Funktionieren das ganze staatliche System abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schwenk zum Kapitalismus soll Dillmann zufolge auch den chinesischen Militarismus hervorgebracht haben. Der war aber durch den kriegerischen Weg der Machtergreifung, die Abwehr der US-gef\u00f6rderten Guomintang-Konterrevolution und den Koreakrieg schon vorher da und ergibt sich aus der internationalen Lage. Militarismus ist im Kommunismus nat\u00fcrlich \u00fcberfl\u00fcssig \u2013 aber der Kommunismus kommt eben erst etwas sp\u00e4ter, siehe oben. Und man sehe sich die Karte der amerikanischen St\u00fctzpunkte an und denke sich die Flugzeugtr\u00e4ger und U-Boote mit ihren Atomwaffen hinzu. Der amerikanische Oberbefehlshaber im Korea-Krieg, General MacArthur, verlangte den Abwurf von Atombomben auf chinesische St\u00e4dte, was wohl nur durch die Existenz der russischen Atombombe verhindert wurde. Die erste chinesische Atombombe z\u00fcndete \u00fcbrigens 1964, also noch in der Periode, die Renate Dillmann f\u00fcr Sozialismus h\u00e4lt. In Japan installieren die USA Abwehrsysteme zur Entwertung der Chinesischen Atommacht. Der R\u00fcstungswettlauf ist aufgezwungen, nicht Resultat eines falschen \u201cStaatsidealismus\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Renate Dillmanns Schlussfolgerungen nicht so ganz stimmen k\u00f6nnen, merkt man an ihren eigenen Beschreibungen der staatlichen Eingriffe in den Prozess der \u201curspr\u00fcnglichen Akkumulation\u201d, die klassischerweise recht st\u00fcrmisch und ungebremst verl\u00e4uft. So bescheinigt die Autorin der kommunistischen Partei, vorsichtig vorgegangen und Herr des Prozesses geblieben zu sein bei der Kontrolle \u00fcber Kapitalimport und Vermeidung von Verschuldung, beim Aufbau nationaler Kapitale und der Steuerung von deren Auslandsinvestitionen. Der Kapitalismus wird nach Plan installiert und die KP bem\u00fcht sich, Steuerungsinstrumente in der Hand zu behalten bei der Entstehung von Kreditwesen, Banken, B\u00f6rsen und Spekulation (staatliche Banken, 51% Aktienbesitz). Das billige Arbeitskr\u00e4ftereservoir und der riesige Markt sind die Lockmittel, mit dem die KP dem internationalen Kapital die Zugangsbedingungen diktieren kann. Es beugt sich dem Zwang zur Mehrheitsbeteiligung chinesischer Unternehmen, zum Technologietransfer, zum Aufbau der Konkurrenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Der chinesische Staat f\u00f6rdert Fusionen, um weltmarktf\u00e4hige Gro\u00dfkonzerne ins Leben zu rufen, und unterst\u00fctzt sie bei Operationen im Ausland (\u201cweiche\u201d Bedingungen f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder, gesteuerte Investitionen f\u00fcr die \u201cneue Seidenstrasse\u201d). Chinesische Unternehmen expandieren gezielt in westliche M\u00e4rkte und die kapitalistischen L\u00e4nder sind hin- und hergerissen zwischen Gewinnmaximierung in und durch China und ihrer Furcht vor der Beschneidung ihrer Marktchancen. Freihandel ist pl\u00f6tzlich kein Dogma mehr und sie kritisieren die Ausw\u00fcchse kapitalistischer Ausbeutung \u2013 auf denen ihr eigener Reichtum gewachsen ist. So kooperieren sie mit chinesischen Unternehmen und bek\u00e4mpfen gleichzeitig die wirtschaftliche und politische Einflussausweitung Chinas. Die Verlogenheit der westlichen Anti-China-Propaganda nimmt Renate Dillmann \u00fcberzeugend auseinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Ausw\u00fcchse unter Kontrolle zu behalten, wird von der KP gegengesteuert (z.B. bei Korruption, Arbeitsbedingungen, Umweltvergiftung und Immobilienspekulation, bei Unterh\u00f6hlung der Zentralgewalt durch die Konkurrenz der Provinzen, mit dem Ausbau von Sozialversicherungen). Proteste werden teilweise gewaltsam niedergeschlagen, dann aber oft die Ursachen beseitigt. Zur Gr\u00fcndung von Vereinigungen und Interessenverb\u00e4nden wird ermuntert, auf kommunaler Ebene wird gew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Investitionen in Infrastruktur, zur Erschlie\u00dfung der Binnenprovinzen und zur St\u00e4rkung des Binnenmarktes k\u00f6nnen staatlich gesteuert werden, obwohl der Anteil staatlicher Betriebe an der Produktion nur noch etwa ein Drittel ausmacht. Die erneuerbaren Energien werden in Rekordgeschwindigkeit ausgebaut, k\u00fcnstliche Intelligenz, Digitalisierung, Automatisierung und Ma\u00dfnahmen zur Armutsbek\u00e4mpfung mit gro\u00dfem Mitteleinsatz vorangetrieben. Die M\u00f6glichkeiten des Staates zu effektiver Steuerung von Notma\u00dfnahmen, zur \u00dcberzeugung der Bev\u00f6lkerung und zum Durchgreifen auf die Wirtschaft haben sich in der Corona-Bek\u00e4mpfung bew\u00e4hrt. Und mit dem Bonit\u00e4tssystem wird nicht nur soziales Verhalten der Menschen belohnt, sondern auch die Politik von Unternehmen, u.a. nach den Kriterien Sicherheit am Arbeitsplatz, Umweltschutz, innovative Technologien. Davon werden die Kreditbedingungen abh\u00e4ngig gemacht. So reguliert der Staat den Markt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wesentliches Ziel der wirtschaftlichen \u00d6ffnung zum Kapital war es, das allgemeine Lebensniveau anzuheben. Das ist ein ziemlich hartes Kriterium f\u00fcr den Erfolg chinesische Regierungspolitik, von dem die KP abh\u00e4ngig ist. Mit der gro\u00dffl\u00e4chigen Beseitigung von allgemeiner Armut ist das auch weitgehend, wenn auch noch nicht ganz, gelungen. Nach Renate Dillmann aber werden die private Bereicherung von Kapitalisten und die r\u00fccksichtslose Ausbeutung der Arbeiterklasse vor allem zugelassen, um zur Weltmacht aufzusteigen. Dass die immanenten Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten dabei Recht, Haushalt, soziale Agenda und politische Kultur ver\u00e4ndern, nimmt man f\u00fcr die Weltmachttr\u00e4ume hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Die neue Kapitalistenklasse entsteht durch Aneignung des Staatseigentums durch die Funktion\u00e4rsklasse, durch Beziehungen und Zugriff auf Kredite, die Korruption wird allgegenw\u00e4rtig \u2013 und st\u00e4ndig bek\u00e4mpft.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Unternehmer nun auch Mitglied der Partei sein k\u00f6nnen, ist sie von etlichen Milliard\u00e4ren bev\u00f6lkert, die die Partei ver\u00e4ndern \u2013 die sich aber auch nach Parteivorgaben richten m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>So gibt es \u00fcberall Anzeichen, dass das Verh\u00e4ltnis von Staat und Kapital ein anderes ist als von der Autorin behauptet. Da freut es einen, dass Renate Dillmann ihre gesamte Argumentation, dass die KPCh einen Kapitalismus und Imperialismus installiert habe, der funktioniere wie anderswo auch, schlie\u00dflich in einer Fu\u00dfnote umwirft: die nationalen Kapitale sollen \u201cGeld verdienen, innovative Technologien auf den Weg bringen, aber nicht selbst gesellschaftlichen oder gar politischen Einfluss aus\u00fcben \u2013 dem will die KP einen Riegel vorschieben\u201d (z.B. Eingriff gegen Alibaba).<a href=\"#sdfootnote14sym\"><sup>14<\/sup><\/a> In China beherrscht also der Staat letztendlich doch die Wirtschaft. Wie stark und mit welchen Methoden, wird hier aber nicht untersucht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber das \u201cWie?\u201d, wie die KP und der chinesische Staat \u00fcbergeordnete Interessen durchsetzen, erfahren wir leider nur, dass der Meinungsbildungsprozess innerhalb der herrschenden Partei zusammen mit den Interessenverb\u00e4nden organisiert wird und die Entscheidungen dann als Direktiven ergehen, deren Interpretation bei den nachgeordneten Ebenen Umsetzungsspielr\u00e4ume zul\u00e4sst. Gerade hier die Mechanismen zu beleuchten, w\u00fcrde erst eine Einsch\u00e4tzung erm\u00f6glichen, ob Gemeinwohlinteressen im Kampf gegen Profitinteressen ihre Position in Partei und Staat behaupten k\u00f6nnen, wom\u00f6glich \u00fcberwiegen, bei Krisen die Konkurrenz ausschalten und wieder in Wirtschaftsplanung \u00fcbergehen k\u00f6nnen, sich mit Arbeiterk\u00e4mpfen<a href=\"#sdfootnote15sym\"><sup>15<\/sup><\/a> f\u00fcr ein Zur\u00fcck zu gemeinwirtschaftlichen Eigentumsverh\u00e4ltnissen verbinden k\u00f6nnen \u2013 ob an der propagierten Absicht, in hundert Jahren zum Sozialismus zu kommen, etwas dran ist.<\/p>\n\n\n\n<p>So wird die Rolle der riesigen Plankommissionen auf nationaler und regionaler Ebene nicht einmal erw\u00e4hnt \u2013 geschweige denn versucht zu ergr\u00fcnden, nach welchen Kriterien die Entscheidungen \u00fcber die erarbeiteten Entwicklungsmodelle getroffen werden. Wann wird \u00fcber Kredit und Anreize gesteuert, wann \u00fcber Beschr\u00e4nkungen und Restriktionen, wann mit direkten Staatseingriffen? Die Plankommissionen haben immense Macht, nach ihren Sektorvorgaben werden die Kreditvergaben gesteuert, z.B. zum Umbau der Energiewirtschaft, sie bestimmen mit \u00fcber die Relation von Staats- und Privatbetrieben und die Personalpolitik in den Staatsbetrieben. Wie \u00e4u\u00dfern sich hier unterschiedliche Interessen, wie in den Auseinandersetzungen in Partei und Staat? Dazu erf\u00e4hrt man nichts. Und welche Auswirkungen die besonderen kulturellen Faktoren haben, die traditionell starke Rolle des Staates im Bewusstsein der Chinesen und ihre Bereitschaft, sich in der Massengesellschaft dem Gemeinschaftsinteresse unterzuordnen, blendet die Analyse vollst\u00e4ndig aus. Dem Innovations- und Kreativit\u00e4tsrausch der riesigen Start-Up-Szene,<a href=\"#sdfootnote16sym\"><sup>16<\/sup><\/a> vom Staat massiv gef\u00f6rdert, wird anscheinend auch keine Bedeutung beigemessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Einsch\u00e4tzung k\u00fcnftiger Entwicklungen tr\u00e4gt Renate Dillmanns Buch deshalb leider nichts bei, vor allem, weil es von Anfang an geschrieben ist zum Festklopfen ihrer Ausgangsthese vom chinesischen Imperialismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer aus der Informationsf\u00fclle zur Historie Chinas in den letzten hundert Jahren dennoch Gewinn ziehen kann, obwohl die Analyse der Autorin auf dem Kopf steht, dem sei dieses Buch aber durchaus empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Klaus Dallmer, Berlin<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>1<\/strong> Renate Dillmann, China, Ein Lehrst\u00fcck, Berlin 2021, https:\/\/diebuchmacherei.de\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>2 <\/strong>Dillmann, China, Seite 70<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>3<\/strong> ebenda<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>4<\/strong> ebenda, Seite 85<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>5<\/strong> siehe u.a. Hillel Tiktin, Zur politischen \u00d6konomie der UdSSR, (1973) , in Marcel van der Linden (Hg), Was war die Sowjetunion?, Wien 2007<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>6<\/strong> auf Seite V im Vorwort wird Sozialismus definiert als \u201csichere, ausk\u00f6mmliche und behagliche Lebensverh\u00e4ltnisse\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>7<\/strong> siehe Ingar Solty, Der kommende Krieg, ROSALUX, Berlin 2020<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>8<\/strong> siehe Frank Sieren, Zukunft? China!, M\u00fcnchen 2018<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>9<\/strong> etwa 1,5 Millionen Angeh\u00f6rige ethnischer Minderheiten bev\u00f6lkern die Zuchth\u00e4user der USA und leisten z.T. Zwangsarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>10<\/strong> es sind 761 US-St\u00fctzpunkte<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>11<\/strong> siehe Ben Rhodes, Im Weissen Haus, M\u00fcnchen 2019<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>12<\/strong> siehe Vincent Bevins, The Jakarta-Method, New York 2020, Seite 230<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>13<\/strong> https:\/\/www.renatedillmann.de\/china\/ Zusammenfassung_kapitel.pdf , Seite 5\/6<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>14<\/strong> Fu\u00dfnote auf Seite XXX der Einleitung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>15<\/strong> es gibt j\u00e4hrlich Zehntausende von Arbeitsk\u00e4mpfen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>16<\/strong> siehe Frank Sieren, Zukunft?China!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>China \u2013 Aufstieg eines neuen Imperialismus ? Um Chinas Rolle in der Welt einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ist das Verst\u00e4ndnis seiner inneren Verfasstheit von gro\u00dfer Bedeutung.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[86,219],"tags":[],"class_list":["post-3600","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-china-ein-lehrstueck","category-china-lehrstueck-2"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3600","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3600"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3600\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9666,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3600\/revisions\/9666"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3600"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3600"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3600"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}