{"id":795,"date":"2016-05-01T09:59:01","date_gmt":"2016-05-01T07:59:01","guid":{"rendered":"http:\/\/diebuchmacherei.de\/?p=795"},"modified":"2025-08-28T21:24:08","modified_gmt":"2025-08-28T19:24:08","slug":"ak-615-april-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/ak-615-april-2016\/","title":{"rendered":"&#8220;ak&#8221; 615, April 2016"},"content":{"rendered":"<h3>Tabakarbeiterinnen<\/h3>\n<p>Die Tabakwerke im Salzburgerischen Hallein waren nicht typisch f\u00fcr Fabriken vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Mehrheitlich verdienten die dort angestellten Frauen mehr als M\u00e4nner in anderen Betrieben der Region. Damit \u00fcbernahmen sie die Versorgung ihrer Familien und waren nicht die \u00fcblichen \u00bbZuverdienerinnen\u00ab. Viele organisierten sich gewerkschaftlich und sozialdemokratisch, sie waren bekannt f\u00fcr ihr Selbstbewusstsein und k\u00e4mpften gegen \u00fcbergriffe der (m\u00e4nnlichen) Vorarbeiter, f\u00fcr h\u00f6here L\u00f6hne und bessere Sozialleistungen. Die Neuauflage des 1988 erstmals erschienenen Buches von Ingrid Bauer ist nicht nur wegen der Beschreibung des Widerstandes der Frauen interessant, sondern auch weil eine \u00bbArbeitergeschichte\u00ab erz\u00e4hlt\u2018 wird; die \u00fcber die Fabrik hinaus geht. Der Alltag der Frauen (und wenigen M\u00e4nner) wird von ihrer Kindheit bis hin zur Schlie\u00dfung der Tabakproduktion beschrieben: das Wohnen, die Arbeit im Haushalt, das Weggeben der Kinder und die eigene Kindheit \u2013 entfernt von der leiblichen Familie etc. Nicht zuletzt wird sichtbar, dass die Frauen doppelte Arbeit leisteten, weil sich die M\u00e4nner bis auf Ausnahmen nicht an der Hausarbeit beteiligten. Die Autorin erz\u00e4hlt nicht nur eine widerst\u00e4ndige Regionalgeschichte der Arbeit innerhalb und au\u00dferhalb der Fabrik. Sie macht auch Lebens- und Geschlechterverh\u00e4ltnisse sichtbar, die in der \u00fcblichen Geschichtsschreibung der Arbeiterbewegung selten vorkommen.<\/p>\n<p><em>Robert Foltin<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tabakarbeiterinnen Die Tabakwerke im Salzburgerischen Hallein waren nicht typisch f\u00fcr Fabriken vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Mehrheitlich verdienten die dort angestellten Frauen mehr als&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[33],"tags":[],"class_list":["post-795","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tschikweiber-haums-uns-gnennt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=795"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8206,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/795\/revisions\/8206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}