{"id":10,"count":4,"description":"Wer gegen den Strom schwimmt, vermag das Interesse anderer auf sich zu ziehen. In den vorliegenden (und noch unver\u00f6ffentlichten und geplanten) Interviews dreht es sich nicht um HeldInnen, die durch herausragende Wettkampfleistungen und gro\u00dfe Taten gl\u00e4nzen oder um Personen, die im Mittelpunkt eines Medienspektakels stehen. Es geht um Menschen, die ihre widerspenstigen Gedanken und spontane Un-bek\u00fcmmertheit in die Tat umsetzen, die Alternativen praktizieren und um Menschen, die handeln, um Missst\u00e4nde abzustellen. Die mit diesem B\u00fcchlein vorliegenden Interviews sind ein Anfang. Sto\u00dfen sie bei den LeserInnen auf ein breites Interesse, wird es in lockerer Folge weitere Interviewver\u00f6ffentlichungen geben. Es handelt sich hier also um ein offenes Projekt, in dem Menschen \u00fcber ihre eigenwilligen Lebenswege berichten k\u00f6nnen, sofern sie nicht von rassistischen und kriegerischen Leitbildern gepr\u00e4gt sind.\r\n\r\nDie Interviews bieten eine Gelegenheit, den Blick auf konkret handelnde Personen zu richten, die die klischeehafte Verallgemeinerung wie \"W\u00e4hlerIn\", \"B\u00fcrgerIn\", \"VerbraucherIn\", \"ArbeiterIn\", \"ProduzentIn\" und so fort nicht mehr gelten lassen. Hinter den wirtschaftlichen Existenzzw\u00e4ngen, in denen die gesellschaftliche Gleichf\u00f6rmigkeit im Alltag ihre Normen ausdr\u00fcckt, lauert die Frage: Ist das alles, was das Leben zu bieten hat? Die Frage kennzeichnet den Mainstream: Das Leben wird als etwas ausgedr\u00fcckt, das es wie einen Konsumgegenstand zu besitzen gilt, damit es das Bed\u00fcrfnis befriedigt, etwas zu bieten.\r\n\r\nMenschen, die selbst leben, was sie sich bieten wollen, wirken interessant, weil sie das Naheliegende betreiben, das scheinbar so schwer zu machen ist. Darin liegt eine gewisse Spannung. Das Naheliegende bedeutet, bei sich selbst sein oder selbst sein. Das nahe liegende Selbstsein ist f\u00fcr viele Menschen in weite Ferne ger\u00fcckt. Mensch ist sich selbst fremd, weil ihm das Leben als Zwang und Ablenkung begegnet. Was fordert der Zwang, was bietet die Ablenkung?\r\n\r\nMenschen, denen es gelingt, sich solcher Entfremdung ein St\u00fcck weit zu entziehen, wecken die Neugier, wie sie das schaffen. Sind sie zufriedener als Menschen, die es verinnerlicht haben, sich Zw\u00e4ngen st\u00e4ndig zu beugen? Aus welchem Holz sind Menschen geschnitzt, die sich beharrlich widersetzen, ihre Neigungen, Bed\u00fcrfnisse und Werte den vorgegebenen Bahnen gesellschaftlicher Gleichf\u00f6rmigkeit zu opfern? Ist ihr Verhalten Ansporn f\u00fcr andere und ver\u00e4ndert es die allgemeine Alltagskultur oder bleibt es isoliert in randst\u00e4ndigen Milieus?\r\n\r\nWelche emanzipativen Potenziale bieten diese Lebenswege und wo werden ihnen durch die herrschenden Zwangsverh\u00e4ltnisse Grenzen gesetzt?\r\nAntwort auf diese Fragen zu finden ist Zweck der von uns geplanten Reihe von biografischen Befragungen. Sie hat den Titel \"Lebenswege gegen den Strom\".","link":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/verlagstitel\/lebenswege\/","name":"Lebenswege und Biografien","slug":"lebenswege","taxonomy":"product_cat","parent":0,"meta":[],"menu_order":5,"z_taxonomy_image_url":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/wp-content\/plugins\/categories-images\/assets\/images\/placeholder.png","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat\/10","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat"}],"about":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/taxonomies\/product_cat"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/diebuchmacherei.de\/de_de\/wp-json\/wp\/v2\/product?product_cat=10"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}